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Schweizer Forscher entwickeln flexibles Elektro-Implantat

Elektroden zur Übermittlung von Signalen in Lebewesen gibt es bereits, doch die starren Drähte lösen selbst Schäden aus. Ein flexibles Implantat könnte jetzt den Weg zu dauerhaften Schnittstellen ins Nervensystem ebnen.

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Technology Review
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Elektronik wird flexibel, und Mediziner wollen Menschen fest mit Elektronik verbinden, um etwa Lähmungen zu heilen. Forscher von der ETH Lausanne haben diese beiden Trends jetzt zusammengebracht: Sie entwickelten ein biegsames Implantat, das elektrische Impulse an das Rückenmark schickt und auf diese Weise die Beine von geschädigten Ratten bewegt. Das berichtet Technology Review.

Bereits in früheren Versuchen war es gelungen, Reize über starre Elektroden an das Nervensystem von Mäusen zu senden. Mit der Zeit aber beschädigten die unflexiblen Drähte das Gewebe, so dass die Fähigkeit zur Bewegung wieder verloren ging.

Das neue Implantat aus der Schweiz besteht aus Silikon, dehnbaren Golddrähten und gummiartigen Elektroden mit Platin-Einschlüssen. Bei den damit behandelten Tieren waren nach zwei Monaten relativ wenige Gewebeschäden zu erkennen. Letztliches Ziel dieser Arbeit ist ein Implantat, mit dem gelähmte Menschen wieder gehen können. Laut den Forschern ist ein solches Produkt noch ein gutes Stück entfernt. Doch wenn es kommt, werde es höchstwahrscheinlich biegsame Elektronik enthalten.

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(sma)