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Schweizer Polizei zerschlägt Pädophilen-Netz

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Der Polizei im Schweizer Kanton Waadt ist ein Schlag gegen ein internationales Netz von Pädophilen gelungen, die kinderpornografisches Material über das Internet verbreitet beziehungsweise bezogen haben. Die Ermittlungsbehörden bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Spezialisten für Cyberkriminalität arbeiteten während mehrerer Wochen unablässig an dem Fall, hieß es. Insgesamt machten sie 2299 Internetanschlüsse in 78 Ländern ausfindig. In der Schweiz ermittelte die Polizei 32 Fälle in 12 Kantonen; im Kanton Glarus wurde ein Mann im Zusammenhang mit dem Fall bereits zu einer Geldstrafe verurteilt. Verdächtige Adressen machte die Polizei weiterhin unter anderem in den Kantonen Zürich, Basel-Stadt, Tessin, Genf und Freiburg ausfindig. Dagegen wurde in der Waadt selbst kein Fall erfasst.

Interpol hatte die Polizei darauf hingewiesen, dass auf einer Internetseite in ihrer Region Dateien mit kinderpornografischen Inhalten versteckt seien. Tausende Pädophile aus aller Welt hatten Zugang zu den Dokumenten. Die Täter, die aus osteuropäischen Staaten stammen, nutzten eine Sicherheitslücke der Internetseite aus, um ihre Dateien zu platzieren. Die Polizei musste nach eigenen Angaben schnell handeln. In einigen Ländern bewahren Internet-Provider Angaben IP-Adressen nur einige Wochen oder Monate auf. (dpa) / (nij)