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Schweizer Postbus-Flotte erhält Gratis-Internetzugang

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In der Schweiz soll die Flotte der Postbusse landesweit mit einem kostenlosen Internetzugang ausgestattet werden. Die "gefühlte Reisezeit" solle verkürzt und die Benutzung des Verkehrsmittels für die Fahrgäste aufgewertet werden, erläuterte die PostAuto Schweiz AG in einer Mitteilung. Damit wird ein Projekt verwirklicht, das die PostAuto Schweiz AG – eine 100-prozentige Konzerntochter der Schweizerischen Post – im Frühling 2011 mit sechs Fahrzeugen in der Region um Sitten nach eigenen Angaben erfolgreich getestet hat.

Postauto in den Alpen

(Bild: PostAuto)

Ab 10. April sollen 70 Prozent der 2100 Fahrzeuge starken Busflotte mit speziellen, für Autos und Busse entwickelten 3G/2G-Routern ausgerüstet werden, die gleichzeitig als Access Points dienen. Zunächst sollen in der Ostschweiz, im Wallis und im Aargau die ersten 300 Postbusse ausgestattet werden, danach innerhalb eines Jahres in der gesamten Schweiz jeden Monat bis zu 100 weitere Fahrzeuge.

Die gelben Reisebusse sind wichtiger Teil des öffentlichen Personenverkehrs im Alpenland. Das Postauto, wie es in der Schweiz genannt wird, versorgt Gebiete ohne Bahnanschluss und ist eng mit dem Zugverkehr verzahnt. Da die UMTS-Netzabdeckung außerhalb der Städte und Agglomerationen teilweise schlecht ist, kann das Gratis-WLAN allerdings nicht auf allen rund 800 PostAuto-Linien angeboten werden. PostAuto informiert ab sofort laufend im Internet, wann und wo Gratis-WLAN in Postautos verfügbar ist.

Die UMTS-Verbindung soll über eine Außenantenne auf dem Dach des Postautos sichergestellt werden; diese dient auch als WLAN-Antenne und verteilt das Signal im Postauto. Der User muss sich direkt von einem Bus aus einmalig registrieren. Die Registrierungs- und Authentifizierungslogik wird über eine Backend-Lösung sichergestellt, die in einem Data Center auf einem Server von PostAuto betrieben wird. Die Verbindung zum Rechenzentrum wird über einen VPN-Tunnel hergestellt. Damit sich der Nutzer nur einmalig registrieren muss, wird die MAC-Adresse des Endgerätes in der Backend-Lösung gespeichert. Das Gerät wird daher wiedererkannt, sobald sich der User damit in der Nähe eines Postbus Access Points befindet und WLAN aktiviert ist. Die Inhalte werden allerdings auf "anstößige Inhalte" gefiltert, teilt PostAuto mit. Der Dienst kann gesperrt werden, wenn große Datenmengen heruntergeladen werden. (mho)