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Schweizer Studie: Mobiltelefonieren kann Gedächtnis Jugendlicher beeinflussen

Forscher aus der Schweiz haben untersucht, wie Handytelefonieren das Gedächtnis Jugendlicher beeinflusst. Rechtstelefonierer schnitten im Test schlechter ab.

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Junger Mann blickt stirnrunzelnd auf sein Handy

(Bild: USAF/Delanie Stafford)

Eine Forschergruppe des "Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts" (TPH) haben in einer Studie den Zusammenhang von Handytelefonieren und der Gedächtnisleistung untersucht. Bei der Formulierung der Ergebnisse ist das Team um Martin Röösli vorsichtig. Es sei möglich, dass ein Zusammenhang zwischen dem elektromagnetischen Feld des Handys und der figuralen und verbalen Gedächtnisleistung bestehe.

Für die Studie haben die Forscher fast 700 Schweizer Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren als Teilnehmer gewonnen. Die Probanden führten zu Beginn einen Test für figurale und verbale Gedächtnisleistung durch. Anschließend protokollierten die Forscher ein Jahr lang die Dauer der geführten Telefonate anhand der Daten der Mobilfunkbetreiber. Anders als bei vergleichbaren Studien verließ man sich nicht auf die Aussagen der Teilnehmer zur Telefonnutzung, die oft zu niedrig seien. Abgefragt wurde lediglich, an welches Ohr die Jugendlichen ihr Telefon halten.

Nach einem Jahr wiederholten die Jugendlichen die Tests und die Forschergruppe verglich die Ergebnisse. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vieltelefonieren die Gedächtnisleistung negativ beeinflusst. Wer sein Telefon rechts hielt, erzielte schlechtere Werte im figuralen Gedächtnistest. Studienleiter Röösli erklärt das damit, dass die dafür zuständigen Hirnareale auf der rechten Seite liegen.

Die Forscher weisen darauf hin, dass ihre Arbeit nur der Anfang der Forschung in diesem Gebiet sei und führen an, dass auch andere Faktoren das Ergebnis verfälscht haben könnten. Ein Entwurf des Texts steht auf der Homepage des TPH zum Download. Am 23.7. erscheint die Studie in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives.

(jam)

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