Schweizer Unterhaltungsindustrie wünscht sich Websperren

Die Swiss Anti-Piracy Federation will Urheberrechtsverletzungen unterbinden, indem bestimmte Webangebote in der Schweiz gesperrt werden. Welche das sind, steht auf einer Liste, die der CCC Zürich veröffentlicht hat.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 148 Beiträge
Von

Der Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) hat eine Wunschliste mit Webseiten veröffentlicht, die nach Vorstellung der Swiss Anti-Piracy Federation (SAFE) in der Schweiz blockiert gehören. SAFE schwebe eine "Schweiz ohne Urheberrechtsverletzungen" vor, schreibt der CCCZH weiter. Erreicht werden solle dies durch Websperren, P2P-Monitoring und juristische Abmahnungen.

Die Sperrliste enthält vor allem BitTorrent-Seiten sowie Linkverzeichnisse und Streaming-Angebote. Ebenfalls auf der Liste stehen Seiten, über die Youtube-Videos gespeichert werden können. Das verstößt zwar gegen Youtubes Nutzungsbedingungen, bei Privatgebrauch aber nicht gegen geltendes Recht. Die Liste der zu sperrenden Seiten sei nicht vollständig, weitere Webangebote könnten hinzukommen, vermutet der CCCZH.

SAFE ist ein Zusammenschluss verschiedener Verbände und Unternehmen, darunter Disney, Sony Pictures und Warner Bros. Auf dem Provider Day 2013 hatte SAFE die Sperrvorschläge an die Teilnehmer verteilt. Veranstaltet wurde das Treffen vom Schweizer Branchenverband simsa. Thema war unter anderen der "Kampf" von Providern und Rechteinhabern gegen Internetpiraterie. (dbe)