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Science 2.0: Social Network für Wissenschaftler

ResearchGate, ein Social Network speziell für Wissenschaftler, bietet Mitgliedern jetzt die Möglichkeit, ihr Profil abgestuft sichtbar zu machen – von sehr restriktiv für eigene Kontakte bis offen für beliebige Nutzer außerhalb des Angebots und indizierbar für Suchmaschinenrobots. Ein solches persönliches Profil kann neben einer Publikationsliste Angaben zu wissenschaftlichen Schwerpunkten, technischen und methodischen Kenntnissen sowie die eigene wissenschaftliche Projektvita enthalten. Wissenschaftler können damit eine dauerhafte und alle Institutions- und Ortswechsel überstehende Online-Visitenkarte anlegen, die zudem eng mit kollaborativen Services verbunden ist.

ResearchGate verbindet herkömmliche Community-Angebote mit Funktionen, die an den Erfordernissen wissenschaftlicher Kommunikation und Kollaboration ausgerichtet sind. Seit dem Start im Mai 2008 haben sich 30.000 Forscher aus 140 Ländern dort registiert. Die Website bietet neben den üblichen Funktionen sozialer Netzwerke eine Reihe wissenschaftsspezifischer Features: So kann jeder User seine eigene Publikationsliste pflegen, die aus verschiedenen Fachdatenbanken direkt übernommen oder aus der eigenen Literaturverwaltungssoftware importiert werden kann. Eigene Publikationen können innerhalb des Systems auch anderen Forschern empfohlen werden.

Die Gruppenfunktionen gehen über andere Online-Communitys hinaus: Neben Diskussionen und Umfragen stehen eine Termin- und eine Dokumentverwaltung zur Verfügung. Dateien können in den wahlweise offenen oder geschlossenen Gruppen zusammen verfasst und bearbeitet werden – Versionskontrolle inklusive. Ebenfalls auf wissenschaftliches Publikum ausgerichtet sind die Recommender-Funktionen: Auf Mausklick werden nicht nur Publikationen empfohlen, die eine Ähnlichkeit zu den eigenen Werken und Forschungsschwerpunkten aufweisen, sondern auch Wissenschaftler, die dem eigenen Profil verwandt erscheinen. Die Literaturempfehlungen werden aus den derzeit an ResearchGate angebundenen und über eine Oberfläche recherchierbaren Literaturdatenbanken, unter anderem des NASA Technical Report Server, den Research Papers in Economics RePEc, der Medizindatenbank PubMed, des Open-Access-Verlags BioMed Central, der Informatiksuchmaschine CiteSeer und der Technik-orientierten Datenbank IEEE gewonnen. (Ulrich Herb) / (Ulrich Herb) / (odi)

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