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 | Technology Review

Science Fiction soll Informatikern ethische Fragen näherbringen

Das Feld der Künstlichen Intelligenz entwickelt sich immer weiter und berührt damit zunehmend auch ethische Aspekte. Filme und Literatur könnten Nachwuchsforschern dabei helfen, sie besser zu verstehen.

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Autonome Autos, intelligente Roboter, Kampfmaschinen – all diese Anwendungen der Künstlichen Intelligenz werfen bedeutende ethische Fragen auf, die in der Ausbildung aber bislang vernachlässigt werden. Besserung könnten Vorlesungen mit Science-Fiction-Filmen und –Literatur bringen, berichtet Technology Review.

Im Frühjahr 2013 bot Judy Goldsmith an der University of Kentucky in den USA versuchsweise einen Kurs mit dem Titel „Science Fiction and Computer Ethics“ an. Wie die jetzt von ihr und zwei Kollegen vorgelegte Auswertung zeigt, kam er bei den Studenten sehr gut an und verbesserte ihre Fähigkeit, Informationen zu analysieren und andere Standpunkte zu respektieren. Viele Teilnehmer sprachen sich dafür aus, solche Inhalte zum Standard oder Pflichtangebot in technischen Studiengängen zu machen.

Anders als die Informatik ist das Feld der Ethik hochgradig uneindeutig – es gibt hier also keine zweifelsfrei richtigen Antworten, sondern eher Abwägungen und konkurrierende Wertsysteme. Die Beschäftigung mit fiktionalen Werken hilft laut Goldsmith und Kollegen dabei, sich das vor Augen zu führen. Zudem seien solche Angebote einladend für Studenten, denn sie bieten ihnen eine Möglichkeit, mit dem Lesen von Büchern, Schauen von Filmen und Diskutieren darüber Punkte zu sammeln.

[Update:] Wie uns ein aufmerksamer TR-Leser schrieb, gab es an der HU Berlin bereits seit 2009 mehrere SciFi/Ethik-Seminare, die eine ähnliche Ausrichtung hatten.

Mehr dazu bei Technology Review online:

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