Seagate-CEO erwägt Patentklagen gegen Hersteller von Flash-Disks

Im Kampf um Marktanteile im Bereich der Datenspeicher scheinen für den Festplattenhersteller Seagate auch Klagen gegen Flash-Disk-Anbieter wie Samsung oder Intel nicht ausgeschlossen.

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Aus NAND-Flash-Speicherchips aufgebaute Solid State Disks (SSD) sind robust, verbrauchen wenig Energie und versprechen schnelleres Tempo als herkömmliche Festplatten. Über kurz oder lang könnten sie ihre Magnetscheiben-Ahnen aus Notebooks verdrängen. Schon heute bieten nahezu alle Notebookhersteller ihre Geräte anstelle mit einer langsamen 1,8"-Festplatte optional auch mit einer SSD an, und die Transtec AG sowie EMC planen einen Teil der Festplatten in ihren Serversystemen durch Flash-Speicher zu ersetzen.

Der Festplattenhersteller Seagate hatte zuletzt angekündigt, neben Festplatten künftig auch Solid State Disks zu produzieren, und tritt der Konkurrenz durch Flash-Speicherhersteller auch sonst offensiv entgegen. Seagate-CEO Bill Watkins glaubt laut einem Blog-Eintrag des US-Magazins Fortune auf CNN.com, dass SSDs trotz der rasant fallenden Preise für Flash-Speicherchips im Vergleich zu Festplatten erst einmal sehr teuer und aufgrund der geringen Speicherkapazität vergleichsweise unattraktiv bleiben.

Sollte Seagate in den kommenden Monaten Umsatzeinbußen im Geschäft mit Magnetplatten durch die aufstrebende Konkurrenz aus dem Flash-Lager hinnehmen müssen, scheint jedoch auch schon eine Lösung gefunden: Patentklagen könnten den Mitwerbewerbern den (Auf-)Schwung nehmen und die eigene Marktposition festigen. Er sei überzeugt, so Watkins, dass Hersteller von SSDs wie Samsung oder neuerdings auch Intel gegen bestehende Patente von Seagate und Western Digital verstoßen, die die Kommunikation zwischen (Flash-)Platte und Rechner regeln. Welche Patente er dabei genau meint, wurde allerdings nicht bekannt. (boi)