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Seagate bleibt der Marke Maxtor treu

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Die etablierte Festplattenmarke Maxtor bleibt erhalten, wenn auch nur im häufig von Kampfpreisen geprägten Einstiegsmarkt. Seagate hat sich nach der Übernahme des Konkurrenten für eine zweigleisige Markenstrategie entschieden, um unterschiedliche Marktsegmente gezielter mit einer breiten Produktpalette bedienen zu können.

Maxtor-Festplatten werden ausschließlich im unteren Preissegment angeboten, zu "Preisen, die dichter an denen der Konkurrenz liegen", wie es Seagate formuliert. Mit der Marke Seagate will der Hersteller dagegen den Gesamtmarkt bis in den Premiumbereich abdecken, in dem neueste, ausgereifte Technik und umfassende Serviceleistungen eine wichtigere Rolle spielen. Daher wird sich auch die Herstellergarantie bei den internen Maxtor-Platten auf maximal 3 Jahre erstrecken, während Seagate-Modelle bis zu 5 Jahre bieten.

Service und Garantieabwicklung für die bisherigen Kunden von Maxtor will Seagate sicherstellen. Die Produktpalette in diesem Bereich soll sogar ausgebaut werden. Ab Oktober kommen neue Modelle der Maxtor-Desktop-Platten DiamondMax auf den Markt. Im Unterschied zur Marke Seagate werden jedoch nur Kapazitäten bis maximal 320 GByte angeboten. Zum 1. Oktober wird außerdem die Notebook-Linie MobileMax neu eingeführt. Die externen OneTouch-Produkte bleiben weiter im Programm.

Anders als 1996 bei der Übernahme und Integration des damaligen Konkurrenten Conner Peripherals hat sich Seagate diesmal bewusst für eine 2-Marken-Strategie entschieden, um auch einen größeren Zuwachs der Marktanteile erzielen zu können. Insbesondere in den Regalen der Retailmärkte kann Seagate seine Präsenz mit zwei Marken deutlich stärken. Nach Zahlen von iSuppli hatten beide Hersteller im ersten Quartal 2006 einen Marktanteil von knapp 41 Prozent, bezogen auf die gelieferten Stückzahlen, und damit mehr als die beiden größten Wettbewerber Western Digital und Hitachi GST zusammen. (map)

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