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Seagate schließt Werk in Malaysia

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Festplattenhersteller Seagate Technology schließt eines seiner vier Werke in Malaysia und entlässt 4000 Mitarbeiter. Das berichtet heute das Wall Street Journal. Offiziellen Verlautbarungen zufolge stehe die Schließung nicht in Zusammenhang mit der weltweit zurückgehenden Nachfrage nach Elektronikbauteilen, sondern diene nur der Konsolidierung und Produktivitätserhöhung.

Die Schließung des Werks im Bundesstaat Penang ist bereits die zweite Konsolidierungsmaßnahme von Seagate innerhalb von sechs Monaten. Im vergangenen Oktober gab die US-Firma die Schließung einer Fabrik zur Herstellung von Schreib- und Leseköpfen für Festplatten in Ipoh zum Ende dieses Jahres bekannt, wodurch 2000 Arbeiter ihren Job verlieren. Zuvor war Seagate von einer Investorengruppe unter Leitung von Silver Lake Partners bereits Ende März 2000 aufgekauft worden.

Laut Firmensprecher Forrest Monroy sind die Schließungen Teil einer globalen Umstrukturierung. Seit 1998 hat Seagate seine weltweite Belegschaft halbiert. Laut Monroe haben die Effizienzverbesserungen in der Produktion bei Seagate dazu geführt, dass die Firma mehr Festplatten in weniger Fabriken und mit weniger Personal produzieren könne.

Penangs Wirtschaftsminister Dr. Toh Kin Woon befürchtet weitere Schließungen von Elektronikherstellern in Malaysias "Silicon Valley" im nächsten halben Jahr. "Viele multinationalen Elektronik-Konzerne haben sinkende Auftragszahlen. Deshalb, denke ich, werden viele Firmen die Gelegenheit nutzen, und ihre weltweiten Operationen umstrukturieren." Das Land werde von der sich abkühlenden US-Konjunktur stark betroffen, da 23 Prozent aller Exporte in die USA gehen. Malaysias Fertigungsindex sank im vergangenem Januar um sieben Prozent gegenüber dem Vormonat. (hag)