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Sechs Gaming-Displays mit HDR im Test

Nur schnell zu sein, reicht heute nicht mehr: Aktuelle Gaming-Displays zeigen satte Farben und kontraststarke HDR-Inhalte – manchmal geht das aber schief.

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Sechs Gaming-Displays mit HDR im Test

Gaming-Displays werden zuallererst mit kurzen Schaltzeiten beworben. Inzwischen schaffen selbst vergleichsweise günstige Displays ab 400 Euro Bildwiederholfrequenzen von 120 Hz und mehr. Dass sie sich die Bildwiederholrate dynamisch von der Grafikkarte diktieren lassen, ist da noch das Sahnehäubchen. Neu ist, dass die Gaming-Monitore ganz besonders satte Farben zeigen und kontraststarke HDR-Inhalte wiedergeben können.

Sechs Geräte mit 27 und 32 Zoll von 400 bis über 2000 Euro mussten im c't-Labor zeigen, was sie können. Das günstigste Modell im Testfeld war der HP Pavilion Gaming HDR-Monitor, das Mittelfeld bildeten der LG 32GK850F und der gebogene Samsung C32HG70 für 500 Euro; der ebenfalls gebogene AOC Agon AG273QX kostet 600 Euro. Alle vier Panels besitzen jeweils 2560 x 1440 Pixel. Das obere Ende des Preisspektrums steckten der Acer Predator X27 für 2250 Euro und der Asus ROG Swift PG27UQ ab 2400 Euro ab; beide bringen auf 27 Zoll 4K-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixeln unter.

Eine weitere Besonderheit der HDR-tauglichen Gaming-Monitore: Sie erfüllen den VESA-Standard DisplayHDR. Bei den beiden teuren Modellen von Acer und Asus ist es die Variante DisplayHDR 1000 mit einer Spitzenhelligkeit von 1000 cd/m2 und einem satten Schwarzwert von 0,05 cd/m2. Um derart große Leuchtdichteunterschiede innerhalb eines Bildes zu erreichen, haben die Hersteller ein Direct-LED-Backlight eingebaut, das aus 384 individuell schalt- und dimmbaren Zonen besteht. Damit können die Monitore gleichzeitig ein tiefes Schwarz und eine helle Lichtquelle darstellen, etwa den Vollmond am schwarzen Nachthimmel.

Wie sich im c't-Test zeigte, bräuchten die Displays allerdings deutlich mehr Dimming-Zonen, um wirklich perfekt zu arbeiten. Das verdeutlicht auch unser Video, in dem eine helle Linie über den ansonsten schwarzen Bildschirm wandert: Weil die Zonen zu groß sind, strahlt die Linie zu beiden Seiten aus. Beim Übergang von einer Dimming-Zone zu nächsten leuchten außerdem beide Zonen auf, die vermeintliche Linie wird zum wabernden Balken.

LED-Backlight mit Local Dimming

Diesen Effekt zeigten die Monitore mit konventionellem Edge-Backlight nicht, hier bleibt die Linie schön schmal. Doch während diese Monitore bei statischem Bildinhalt ein sattes Schwarz erreichen, ist es damit vorbei, sobald sich etwas Helles im Bild bewegt: Ihr Schwarz bleicht ins Graue aus, weil die Hintergrundbeleuchtung auf der ganzen Fläche angeht.

LED-Backlight ohne Local Dimming

Spielerisch haben die Gaming-Displays natürlich ebenfalls eine Menge zu bieten. Die teuersten Geräte machten hier unterm Strich die beste Figur. Doch schon für ein Viertel des Preises bekommt man kontrast- und farbstarke Monitore, die auch Gamer glücklich machen dürften.

Mehr Infos finden Sie im ausführlichen c't-Test der farbstarken Gaming-Displays:
Sechs HDR-Gaming-Monitore mit 27 und 32 Zoll im Test

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