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Second Life sperrt Nutzer wegen kinderpornographischer Darstellungen aus

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Linden Lab, der Betreiber des Online-Spiels "Second Life", hat Stellung zu den Vorwürfen des ARD-Magazins Report Mainz bezogen, in der Online-Welt gebe es Darstellungen von Kinderpornographie. Das Fernsehmagazin hatte am Montag in einem Beitrag unter anderem auf Darstellungen von sexuellen Kindesmisshandlungen hingewiesen. Das Unternehmen schreibt, es sei am 3. Mai von ARD-Mitarbeitern kontaktiert und mit Bildern von zwei Avataren konfrontiert worden, die einen Erwachsenen und ein Kind bei sexuellen Handlungen darstellten. Dahinter verbargen sich nach Angaben von Linden Lab ein 54 Jahre alter Mann und eine 27 Jahre alte Frau, die sofort aus der virtuellen Welt ausgeschlossen worden seien.

Am 4. Mai hätten die ARD-Reporter zudem kinderpornographische Fotos präsentiert, die sie nach eigenen Angaben in Second Life gefunden hätten. Da Linden Lab offensiv gegen solche Vorfälle vorgehe, habe das Unternehmen Kontakt mit der Staatsanwaltschaft in Halle aufgenommen, aber noch keine Antwort erhalten. Auch habe weder die ARD noch die Staatsanwaltschaft bislang Hinweise darauf gegeben, wo die besagten Fotografien zu finden seien. Linden Lab verspricht, mit den deutschen Behörden zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen sei aber nicht in der Lage gewesen, die Fotografien selbst ausfindig zu machen.

Linden Lab beteuert, es habe bisher nur wenige Hinweise auf Darstellung von Kinderpornographie in Second Life geben. In solchen Fällen schreite das Unternehmen sofort ein und informiere die Behörden. Zudem arbeite Linden Lab mit der Organisation National Center for Missing and Exploited Children zusammen und strebe Kooperationen mit ähnlichen Organisationen im Ausland an. Minderjährige sollen in der virtuellen Online-Welt keinen Zutritt haben. Um dieses Verbot durchzusetzen, arbeitet Linden Lab nach eigenen Angaben an der Installation eines Altersverifizierungssystems. (anw)