Sedo versteigert chinese.com für 1,1 Millionen US-Dollar

Damit hat der zum United-Internet-Imperium gehörende Domain-Händler den bislang höchsten Verkaufspreis bei einer Domain-Versteigerung auf der eigenen Auktionsplattform erzielt.

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Der Domain-Vermarkter Sedo hat eigenen Angaben zufolge den bislang höchsten Verkaufspreis bei einer Domain-Versteigerung auf der eigenen Auktionsplattform erzielt. Ein Unternehmen aus Hongkong habe sich für 1,1 Millionen US-Dollar (rund 796.000 Euro) die Rechte an chinese.com gesichert, teilte der Domain-Händler am heutigen Montag mit. Das Interesse an der Domain sei "enorm" gewesen, heißt es weiter. Das Startgebot habe bei zirka 1400 US-Dollar gelegen. Sedo bezeichnet sich selbst als "weltweit größte Handelsplattform für Internetadressen" und gehört zur Adlink-Gruppe, deren Hauptaktionär wiederum die deutsche United Internet AG ist. Im vergangenen Jahr sollen über Sedo Domains für rund 40 Millionen US-Dollar verkauft worden sein.

Ob tatsächlich einmal eine Geschäftsseite unter chinese.com eingerichtet wird, oder ob die Domain reines Spekulationsobjekt ist, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Von chinesischen Domains erhoffen sich Händler wie Sedo derzeit den großen Reibach – sowohl in Erwartung der kommenden Olympischen Spiele, die nächstes Jahr in Peking stattfinden, als auch im Hinblick auf die stark wachsende chinesische Internet-Gemeinde, die inzwischen mehr als 162 Millionen Nutzer umfassen soll. Sedo, das aktuell mehr als 7 Millionen Domains zum Verkauf anbietet und rund drei Millionen "geparkte" Domains vermarktet, rührt deshalb auch gleich die Werbetrommel für eine weitere China-Domain: chinese.net soll nach Möglichkeit mehr bringen als chinese.info (27.000 Euro) oder chinese.biz, die für umgerechnet 52.700 Euro den Besitzer wechselte.

Wertvollstes Pferd im Sedo-United-Internet-Auktionsstall ist derzeit allerdings eine Domain, die nicht nur von der Schreibweise Europa – und dort speziell den schottischen Highlands – zuzuordnen wäre: Für whisky.com werden laut Sedo derzeit 200.000 US-Dollar (145.000 Euro) geboten, was gut drei Tage vor Auktionsende aber immer noch unter einem nicht veröffentlichten Mindestpreis liegen soll. Platz zwei belegt stockquotes.com mit einem aktuellen Gebot von 175.000 US-Dollar, gefolgt von firstcard.com mit 125.000 US-Dollar. Für chinese.com wurden in der Whois-Besitzerhistorie im Übrigen bereits 227 Einträge vermerkt, 16 Mal wurden in den vergangenen drei Jahren Änderungen an den IP-Einträgen vorgenommen. (pmz)