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Segel-Roboter: Hattrick für Österreich bei WM

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Letzte Handgriffe an der ASV Roboat

(Bild: InnoC.at)

Das österreichische Roboter-Segelboot ASV Roboat hat zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft der vollautomatischen Segel-Roboter gewonnen. Die World Robotic Sailing Championship fand diesmal in Kanada am Lake Ontario statt. Dieser flächenmäßig kleinste der fünf Großen Seen ist mit rund 20.000 Quadratkilometern ungefähr so groß wie Rheinland-Pfalz. Auf den übrigen Stockerlplätzen landeten die beiden Boote der US Naval Academy. Die zwei deutschen Wasserfahrzeuge der Universität zu Lübeck erreichten die Plätzen vier und acht unter neun Teilnehmern.

Das von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (InnoC) entwickelte Roboat hatte auch schon die zweimal ausgetragene Vorgängerveranstaltung Microtransat für sich entscheiden können. Allerdings holt die Konkurrenz auf. Vor allem der nur 50 Zentimeter große Däumling aus Lübeck konnte diesmal lange mithalten. Die Entscheidung fiel erst im letzten der sechs Bewerbe. "Unser Boot war das einzige, das den 8-stündigen Härtetest bestand. Die kleinen Boote der Konkurrenten hielten den schweren Bedingung einfach nicht stand und mussten frühzeitig aufgeben", berichtete Roland Stelzer, Leiter des Roboat-Teams.

Die InnoC arbeitet gemeinsam mit Forschern der amerikanischen Oregon State University an einem Projekt zur Erforschung von Walen im Pazifik. Ab Herbst soll das Projekt umgesetzt werden. Autonome Segelboote könnten in Zukunft aber auch für CO2-neutrale Frachtbeförderung oder Sicherungsdienste in entlegenen oder gefährlichen Regionen eingesetzt werden.


Zum Roboter-Segeln siehe auch:

(ps)