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Seitensprung-Portal Ashley Madison zahlt nach Hack 1,6 Millionen Dollar Strafe

Riesiges Datenleck und gefälschte Frauen-Profile: Die Seitensprung-Website Ashley Madison bekommt nun dafür die Quittung.

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Seitensprung-Portal Ashley Madison zahlt nach Hack 1,6 Millionen Dollar Strafe

Die Betreiber des kanadischen Seitensprung-Portals Ashley Madison haben sich mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) darauf geeinigt, eine Strafe von 1,6 Millionen US-Dollar (1,5 Millionen Euro) zu zahlen. Die Regulierungsbehörde wirft dem Portal vor, seine Nutzer nicht ausreichend geschützt und zudem betrogen zu haben. Ashley Madison verpflichtet sich zudem, ein breit angelegtes Datensicherheitsprogramm aufzulegen, das von einer dritten Stelle überwacht werden soll.

Im Juli hatten Hacker die Dating-Website angegriffen und dabei Informationen der 36 Millionen Nutzer aus 46 Ländern kopiert. Darunter befanden sich neben den Nutzernamen Geburtsdatum, Beziehungsstatus und Angaben über sexuelle Vorlieben. Später wurden neben den Nutzerdaten auch interne E-Mails veröffentlicht. Diese legten nahe, dass gefälschte Frauen-Profile erstellt wurden. Auf die Weise sollten bisher nicht zahlende Nutzer zu einer Bezahlmitgliedschaft verlockt werden, denn nur dann konnten sie mit den "Frauen" Nachrichten austauschen, vermutet die FTC.

Die FTC wirft Ashley Madison auch vor, keine Sicherheitsbestimmungen schriftlich festgehalten und keine ausreichende Zugangskontrolle zu haben. Die Mitarbeiter seien auch nicht einem ausreichenden Sicherheitstraining unterzogen worden. Das Unternehmen habe auch seine Systemsicherheit nicht prüfen lassen. So seien zwischen November 2014 bis Juni 2015 mehrmals Hacker unentdeckt bei Ashley Madison eingedrungen.

FTC-Vorsitzende Edith Ramirez spricht von einem der größten Datenlecks, mit denen ihre Behörde bisher zu tun gehabt habe. Für William H. Sorrell, Justizminister von Vermont, ist das Treiben von Ashley Madison, Profile zu fälschen und Dienste zu verkaufen, aber nicht zu liefern, inakzeptabel. Die FTC hat in der Angelegenheit mit Behörden in Kanada und Australien kooperiert. (anw)

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