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Selbstfindung dank Google Maps

Orientierungssuchende Mobiltelefon-Besitzer können sich bereits seit Ende 2007 ihren Aufenthaltsort auf Google Maps anzeigen lassen – jetzt hat der Suchmaschinenkonzern die Ortungsfunktion namens "My Location" auch in die Standardausgabe seines Kartendienstes eingebaut. Statt Mobilfunkmasten anzupeilen wie die Handyversion bestimmt My Location die Position von Notebooks und Desktops anhand der erreichbaren WLANs in der Umgebung. Um aus diesen Signalen einen Aufenthaltsort zu berechnen, braucht es allerdings eine möglichst aktuelle und flächendeckende Datenbank mit den geografischen Koordinaten und den MAC-Adressen von WLAN-Basisstationen. Klappt das nicht, steht als Notnagel noch eine allerdings oft reichlich ungenaue Schätzung des Ortes anhand der IP-Adresse zur Verfügung.

Der kleine Knopf unter dem Navigationskreuz startet die Ortung. Per WLAN verbunden, findet My Location den Standort ziemlich zuverlässig

Um sich den eigenen Aufenthaltsort anzeigen zu lassen, benötigt der verirrte Nutzer allerdings einen Browser, der den W3C-Standard Geolocation API Specification unterstützt, etwa Firefox 3.5 oder Google Chrome. Alternativ könne man die Funktion auch per Installation des Add-ons Google Gears nachrüsten, heißt es im Blog, den Google speziell für Neuigkeiten zu seinen Angeboten Earth und Maps betreibt. Die neue Funktion taucht dann in Gestalt eines unscheinbaren kleinen Knopfes links oben auf der Karte zwischen der Navigationsrose und dem gelben Street-View-Männchen auf. Klickt man auf den Knopf, zentriert der Browser die Karte auf den errechneten Standort und markiert diesen mit einem blauen Punkt. Die Größe des hellblauen Kreises rundherum zeigt die Unsicherheit der Positionsbestimmung, bei zu großer Ungenauigkeit fehlt er ganz – den Heise-Verlag verortet My Location beispielsweise anhand der IP-Adresse nur ungenau im Großraum Hannover zwischen Nienburg, Celle, Hildesheim und Hameln.

Anders als bei Google Latitude lässt sich mittels My Location nicht herausfinden, wo sich Bekannte und Familienmitglieder gerade herumtreiben – die Funktion dient lediglich dazu, die eigene Position zu bestimmen. Zudem muss man Google Maps per Klick explizit erlauben, auf den eigenen Aufenthaltsort zuzugreifen. (Peter König) / (pek)

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