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Selbstoptimierung: Deutsche befürworten Implantate zur Steigerung der geistigen Fähigkeiten

Das Bundesforschungsministerium hat seinen ersten "Zukunftsmonitor" veröffentlicht. Die von TNS Emnid durchgeführte Umfrage beschäftigte sich mit der Zukunft der Gesundheitsfürsorge und der "Selbstoptimierung".

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Mensch

Ihre Gesundheitsdaten behalten die meisten lieber für sich.

(Bild: c't)

Eine Mehrheit von 51 Prozent der Bevölkerung in Deutschland kann sich vorstellen, mit eingepflanzten Implantaten zu leben, wenn diese zur "Steigerung der geistigen Fähigkeiten" beitragen, also um die Konzentration beziehungsweise die Gedächtnisleistung zu verbessern. Der Einsatz von Pflegerobotern wird hingegen abgelehnt. Zu diesen Ergebnissen kommt der erste Zukunftsmonitor des Bundesforschungsministerium (BMBF).

An der repräsentativen Befragung von TNS Emnid nahmen knapp 1000 Personen im Juli 2015 teil. Die Ergebnisse zeigen, dass in Deutschland großes Misstrauen herrscht, was das Teilen von Gesundheitsdaten anbelangt. Auch die Möglichkeit, individuelle Tarifsysteme auf Basis der eigenen Gesundheitsdaten mit Krankenkassen abzuschließen, wird abgelehnt.

Anders sieht es aus, wenn der Bürger die Hoheit über diese Daten behält und intelligente Kleidung mit Sensoren trägt, die Daten an das Smartphone übermitteln. Diese "Selbstoptimierung" wird nach der BMBF-Umfrage begrüßt.

Das BMBF veröffentlichte den Zukunftsmonitor anlässlich der ZukunftsNacht, die am 8. September in Berlin in dem Ministerium stattfindet. Hier will Ministerin Johanna Wanka die Ergebnisse des Monitors mit Bürgern diskutieren.

Auch auf der IFA Berlin werden Implantate ein Thema sein. So weill die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky an ihrem Stand zeigen, wie Menschen gechippt werden, um sich besser im "Internet der Dinge" mit den Dingen verständigen zu können. (anw)

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