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Sensor trackt Nahrungsaufnahme

Amerikanische Wissenschaftler haben eine Art Fitbit für Ernährung entwickelt. Der Tracker soll unter anderem beim Abspecken helfen.

Forscher tracken Nahrungsaufnahme

Gesundheitstracker können Bewegung, verbrauchte Kalorien oder Herzfrequenz messen – und das mittlerweile sehr akkurat. Doch was ist mit der Nahrungsaufnahme? Wenn es nach einer Forschergruppe an den amerikanischen Hochschulen Dartmouth University und Clemson University geht, wird es in absehbarer Zukunft eine Art Fitnesserfasser für den Mund geben, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Fitbit für den Mund"). Die fertige Hardware soll klein genug sein, um wie ein Hörgerät hinters Ohr zu passen und arbeitet mit einem auf der Haut platzierten Mikrofon. Über einen Filteralgorithmus kann das System erkennen, ob gerade gegessen, gesprochen, gehustet oder gelacht wird.

Aktuell steht das System mit dem Namen Project Auracle erst in Form eines Prototypen zur Verfügung, der auch noch reichlich groß ausfällt. Dieser wird in Form eines Stirnbandes getragen, von dem verschiedene Sensorelemente abgehen. Eine Miniaturisierung sei aber denkbar, sagt einer der Projektleiter, Ryan Halter.

Der Forscher glaubt, dass die Auracle-Hardware auch für andere Wissenschaftler und Ärzte interessant sein könnte, die Diäten oder Essstörungen untersuchen wollen. Das System könnte erfassen, wann eine Versuchsperson isst und für wie lange – und zwar ohne dass diese selbst Buch darüber führen muss. Letzteres gilt als notorisch problematisch im Forschungsfeld. "Die Leute vergessen, die Angaben zu notieren. Ihnen unterlaufen Fehldeutungen." Auracle könne hier mehr "Ground Truth" zum tatsächlichen Essverhalten liefern.

Neben dem Einsatz in der Forschung wäre auch eine Kommerzialisierung als Gesundheitsgadget denkbar, mit dem Nutzer ihr Essverhalten automatisch überwachen könnten. In Verbindung mit einer Smartphone-App könnte Auracle Nutzer auch ermahnen, wenn man zu viele Snacks hintereinander in sich hineinstopft oder ein Essvorgang ungewöhnlich lange dauert.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

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