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Telepolis

Seoul hat flächendeckenden Breitbandzugang per Funk

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Die südkoreanische Hauptstadt Seoul wurde heute zur ersten "mobilen Internetstadt" oder "ubiquitous city" erklärt, weil die Korea Telecom (KT) nun einen mobilen Breitbandzugang im gesamten Stadtraum, einschließlich der U-Bahnen, anbietet. Mit dem Standard WiBro (Wireless Broadband) für drahtlose Kommunikation, der südkoreanischen Konkurrenz zur Breitband-Funktechnik WiMax, werden im Umkreis von einem Kilometer um die Basisstationen Breitband-Internetverbindungen von mobilen Geräten mit einem Datendurchsatz von bis zu 3 MBit/s möglich. Noch bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h kann in Fahrzeugen damit gesurft werden.

Oh Se-hoon, der Bürgermeister von Seoul sagte während der Eröffnungsfeier: "Wir haben erreicht, was New York, London, Paris und Tokio nicht geschafft haben. Ich bin stolz darauf." KT-Präsident Nam Joong-soo erklärte stolz, dass in Seoul damit etwas erreicht wurde, was bislang als weit entfernte Träume angesehen wurde. Weil die Bewohner von Seoul weltweit die ersten seien, würden sie nun einen Konkurrenzvorteil besitzen.

Auch wenn sich nun die ersten Interessenten für den stadtweiten WiBro-Zugang anmelden können, der zwischen 8 und 32 Euro monatlich kostet, dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten. Noch gibt es kaum Geräte für das Funknetz; zudem haben Handy-Provider einen eigenen Standard für einen schnellen Internetzugang entwickelt. KT kündigte jedoch, demnächst weitere Geräte wie Handys, Notebooks, Mediaplayer und USB-Modems auf den Markt zu bringen. (fr)

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