Kreativ-Software: Serif aktualisiert Affinity-Apps

Serif aktualisiert seine drei Affinity-Apps für Bildbearbeitung, DTP und Illustration. Insbesondere Affinity Publisher bekommt eine Reihe nützlicher Funktionen.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 50 Beiträge
Serif aktualisiert Affinity-Apps

Affinity Publisher hat sein erstes großes Update erhalten. Die Satzanwendung importiert nun InDesign-Dokumente im IDML-Format.

Von
  • André Kramer

Der britische Softwarehersteller Serif hat Updates für seine DTP-Anwendung Affinity Publisher, die Bildbearbeitung Affinity Photo und das Illustrationsprogramm Affinity Designer veröffentlicht. Die Apps laufen unter Windows sowie macOS und gelten im Paket unter Grafikanwendern als Konkurrenz zur Adobe Creative Cloud, vor allem aufgrund des günstigen Preises, denn bei den Affinity-Apps fallen im Unterschied Adobe keine Abokosten an.

Eine wichtige Besonderheit ist die StudioLink-Technik: Alle Affinity-Programme nutzen dasselbe Dateiformat. Anwender können dadurch schnell zwischen den Werkzeugen wechseln.

Die Satzanwendung Affinity Publisher ist die jüngste der drei Apps und hat ihr erstes großes Update erhalten. Sie importiert nun IDML-Dateien (InDesign Markup Language). Adobe hat das Format mit InDesign CS4 eingeführt. Die Unterstützung für das Format des Adobekonkurrenten soll wechselwilligen Unternehmen mit einem Archiv an bestehenden InDesign-Dokumenten den Übergang erleichtern.

Anhand einer Checkliste prüft das Programm geöffnete Dokumente auf mögliche Probleme. Dabei kann es sich um Bilder in zu geringer Auflösung, Probleme mit Anschnittbereichen, Textüberläufe in Rahmen, Rechtschreibfehler oder fehlende Bilder und Schriften handeln.

Dokumente lassen sich nun als Vorlagen für künftige Projekte speichern. Affinity Publisher kann mehrere Dokumente in einer Datei kombinieren und dabei Masterseiten, Textstile, Inhaltsverzeichnisse und Indexlisten zusammenlegen. Außerdem importiert das Programm Excel-Dateien und soll PDF-Dokumente schneller exportieren können als zuvor.

Beim Öffnen prüft Affinity Publisher Dokumente auf Fehler.

Der PSD-Import von Affinity Photo unterstützt jetzt Smartobjekte. Photoshop bettet beim Anlegen eines Smartobjekts die Originalpixel in eine Ebene ein und ermöglicht mit diesem Workaround die nichtdestruktive Anwendung von Effektfiltern. Solche Objekte lassen sich jetzt laut Serif auch in Affinity Photo jederzeit in voller Auflösung weiterbearbeiten.

Affinity Photo soll außerdem die Plug-ins der Nik Collection einbinden können, eine Sammlung von Photoshop-kompatiblen Effektfiltern für Farb- und Schwarzweißumsetzung, die mittlerweile zum französischen Softwarehersteller DxO gehört.

Affinity Designer und Affinity Photo haben darüber hinaus eine Stock-Palette erhalten, über die Anwender auf Agenturfotodienste, beispielsweise den Anbieter Shutterstock, zugreifen können. Fotos lassen sich von dort direkt in Dokumente ziehen.

Affinity Photo unterstützt nun in PSD-Dateien eingebettete Smartobjekte.

Die Affinity-Apps stehen ab sofort in Version 1.8 für Windows und macOS zur Verfügung. Die drei Programme kosten jeweils einmalig 54,99 Euro. Abo-Gebühren fallen nicht an. Wer bereits eine Lizenz besitzt, bekommt das Update für die jeweilige App kostenlos. (akr)