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Server-Markt: Sun und Dell legen zu, HP und Fujitsu Siemens verlieren

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Grob betrachtet hat sich im dritten Quartal 2006 nichts an der Umsatz-Rangfolge der fünf weltweit führenden Server-Hersteller geändert: Nach wie vor liegt IBM mit fast 34 Prozent Marktanteil weit vorne, was vor allem an der dominanten Stellung bei den teureren Maschinen liegt. Stückzahl-König HP musste einen Rückgang seines Marktanteils von 28,1 Prozent im dritten Quartal 2005 auf jetzt 25,3 Prozent hinnehmen, bleibt aber an zweiter Stelle. Verfolger Dell, ausschließlich bei den x86-/x64-Systemen aktiv, behielt den dritten Platz: Das Umsatzwachstum von 10,9 Prozent hob den Marktanteil von 10,2 Prozent auf 10,9 Prozent.

Das kräftigste Umsatzwachstum fuhr Sun mit 24,7 Prozent ein, der Marktanteil wuchs von 8,5 Prozent auf 10,1 Prozent – der Umsatz-Abstand zwischen Dell und Sun ist also im Serverbereich auf 91,4 Millionen US-Dollar geschrumpft. Der fünftgrößte Serverhersteller, Fujitsu beziehungsweise Fujitsu Siemens Computers (FSC), erreicht nach 8,6 Prozent Umsatz-Rückgang jetzt weniger als die Hälfte des Sun-Umsatzes, was für 4,9 Prozent Marktanteil reicht.

FirmaUmsatz Q3/2006
[Millionen US-Dollar]
Vergleich
mit Q3/2005
[Prozent]
Marktanteil
Q3/2006
[Prozent]
Marktanteil
Q3/2005
[Prozent]
IBM 4.381 7,4 33,7 32,7 
Hewlett-Packard (HP) 3.290 -6,0 25,3 28,1 
Dell 1.406 10,9 10,8 10,2 
Sun 1.314 24,7 10,1 8,5 
Fujitsu/
Fujitsu Siemens Computers (FSC)
 
634 -8,6 4,9 5,6 
restliche Anbieter 1.988 6,5 15,3 15,0 
gesamter Markt 13.014 4,4 100 100 
Quelle: Gartner, November 2006

Alle anderen Server-Hersteller zusammen haben laut Gartner knapp weniger als 2 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und teilen sich die restlichen 15,3 Prozent des Marktes. Dieser ist innerhalb eines Jahres um 4,4 Prozent auf etwas mehr als 13 Milliarden US-Dollar gewachsen, während die Stückzahl um 9,1 Prozent auf 2,042 Millionen anstieg.

FirmaStückzahl 
Q3/2006
Vergleich
mit Q3/2005
[Prozent]
Marktanteil
Q3/2006
[Prozent]
Marktanteil
Q3/2005
[Prozent]
Hewlett-Packard (HP) 540.609 7,2 26,5 27,0 
Dell 459.950 10,5 22,5 22,2 
IBM 332.777 7,7 16,3 16,5 
Sun 83.018 6,4 4,1 4,2 
Fujitsu/
Fujitsu Siemens Computers (FSC)
 
65.171 -5,9 3,2 3,7 
restliche Anbieter 560.913 13,4 27,5 26,4 
gesamter Markt 2.042.438 9,1 100 100 
Quelle: Gartner, November 2006

Der schnelle Preisverfall zwingt die Hersteller zu kräftigem Stückzahl-Wachstum oder rascher Einführung neuer Produkte. Je nach Produkt-Kategorie hat sich der Servermarkt unterschiedlich entwickelt, leider veröffentlicht Gartner dazu nur kleine Häppchen aus der kostenpflichtigen Studie: So sollen die Stückzahlen im Breich der RISC/Unix/Itanium-Systeme um 6 Prozent gefallen sein, wobei aber die Umsätze um 0,6 Prozent wuchsen. Sehr starkes Wachstum gab es bei den Blade-Servern, IBM hat demnach 42,6 Prozent mehr BladeCenter verkauft.

Bei Sun scheinen es weniger die eher preiswerten x64-Geräte gewesen zu sein, die den Umsatz-Schub brachten, wenn man Stückzahl-Wachstum (6,4 Prozent) und das Umsatz-Wachstum (24,7 Prozent) vergleicht.

Bei HP wuchsen die Stückzahlen bei den ProLiant-Servern mit x64-Prozessoren um 8,4 Prozent, doch im restlichen Bereich ging es zurück. Das deutet darauf hin, dass sich die Itanium-Maschinen schlecht verkauft haben. Die lange verzögerte Montecito-Generation wird allerdings auch erst seit Juli ausgeliefert. Schlechte Geschäfte im dritten Quartal 2006 hatte auch bereits im Oktober das Itanium-Solutions-Alliance-Mitglied Bull gemeldet, hier sank der Umsatz mit Geräten um 12,3 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2005. Der Auftragseingang soll hier aber um 4,5 Prozent gewachsen sein.