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Service Pack 1 RC1 für Windows Vista zum allgemeinen Download

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Wie angekündigt hat Microsoft den Release Candidate 1 des Service Pack 1 für Windows Vista zum allgemeinen Download freigegeben. Die Testausgabe der Bugfix-Sammlung für Microsofts aktuelle Betriebssystemversion können sich nun alle anschauen, auch diejenigen die nicht als eingetragene Beta-Tester oder MSDN- bzw. Technet-Mitglied Zugriff darauf hatten.

Mit dem Service Pack geht es primär darum, erkannte Fehler zu beheben. Microsoft verschärft aber sein Vorgehen gegen den nichtlizenzierten Einsatz von Windows: Mit dem Service Pack werden zwei Lücken gestopft, die bislang das Betreiben von Vista ohne Lizenz ermöglichen. Sollte zudem eine der immer wiederkehrenden WGA-Prüfungen des Installationsschlüssels ergeben, dass Microsoft diesen für illegal hält, wird Vista mit dem SP1 zudem vermehrt und deutlicher darauf aufmerksam machen. Auf der anderen Seite baut Microsoft jedoch – wohl auf Druck großer Firmenkunden – den "Modus reduzierter Funktionalität" aus, in den Vista bislang übergeht, wenn die WGA-Prüfung einen illegalen Lizenzschlüssel erkennt. Besonders größere Firmen äußerten Bedenken, dass aufgrund von Bugs oder Angriffen etwa auf die Authentifizierungsserver wichtige Rechner plötzlich streiken würden. Dass diese Befürchtung real ist, bewies zuletzt der Ausfall der WGA-Server nach dem Einspielen eines fehlerhaften Updates im August.

Im Service Pack 1 tauscht Microsoft außerdem diversen Code gegen den des kommenden Windows Server 2008 aus, um sich das Patch-Management zu erleichtern. Nach einer Beschwerde von Google ändert das SP1 zudem die Suchfunktion. Zum Download steht der Release Candidate 1 des Service Pack 1 für Windows Vista für x86- und x64-Systeme bereit, jeweils auch in deutschsprachigen Versionen.

Eine Übersicht über das Service Pack 1 für Windows Vista bringt ein Technet-Artikel. Ein weiterer Beitrag informiert über Details; hier sind auch die verschiedenen Paket-Größen bei unterschiedlichen Vertriebswegen spezifiziert. Die Bug-Fixes und gestopften Sicherheitslöcher, die bis zur Fertigstellung des Release Candidate 1 des Service Packs aufgenommen wurden, listet Microsoft separat auf. In den Release Notes sind alle verfügbaren Informationen und Tools für das Service Pack 1 aufgelistet. Dazu gehört auch das Blocker-Tool, das nunmehr freigegeben ist und Administratoren ermöglicht, die Installation von Service Packs durch Windows Update in Firmennetzen hinauszuzögern. Es funktioniert mit Service Pack 2 für Windows Server 2003 (Verzögerung bis März 2008) sowie Service Pack 3 für Windows XP und Service Pack 1 für Windows Vista (Verzögerung um jeweils maximal 12 Monate nach Freigabe der endgültigen Servie-Pack-Version). (jk)