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Service Pack 1 für Windows 7 zum freien Download

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Wie angekündigt hat Microsoft das erste Service Pack für Windows 7 und Server 2008 R2 zum freien Download bereitgestellt sowie mit dessen Auslieferung über die Windows-Update-Funktion begonnen. Für den separaten Download steht offiziell bislang nur eine ISO-Datei zum Download bereit, die die Komplett-Pakete für x86, x64 sowie Itanium enthält. Die Pakete dürften demnächst auch separat bereitstehen, die Download-Links für x86 und x64 funktionieren bereits. Das 32-Bit-Paket ist rund 550 MByte groß, das x64-Paket 925 MByte, das ISO-Abbild knapp 2 GByte.

Das Komplett-Paket (von Microsoft als "Netzwerk-Installations-Paket" bezeichnet) enthält sämtliche Patches und Hotfixes, es bringt also ein frisch installiertes Windows auf den aktuellen Stand. Auf einem 32-Bit-Testrechner war allerdings vor der Installation das Einspielen eines zusätzlichen Updates fällig (KB947821). Das Komplett-Paket ist vor allem für Administratoren gedacht, die viele Rechner mit dem SP1 ausrüsten müssen.

Wer nur einzelne Windows-Installationen auf das SP1 aktualisieren will, lädt das SP1 besser über die Windows-Update-Funktion. Dann wird nur das heruntergeladen, was zum aktuellen Patch-Level noch fehlt, was den erneuten Download all jener Patches erspart, die bereits via Windows-Update auf der Platte landeten. Dadurch fällt der Download deutlich kleiner aus.

Das SP1 ist vor allem eine Sammlung von Hotfixes und Patches, eine Übersicht hat Microsoft hier bereitgestellt. Neue Funktionen sind kaum enthalten, Microsoft nennt lediglich RemoteFX (hardware-beschleunigte 3D-Grafikausgabe in Remote-Desktop-Sessions, nur im Zusammenspiel mit dem Server 2008 R2) und Dynamic Memory (dynamisches Zuweisen von Hauptspeicherbereichen an Gastsysteme unter Windows Server 2008 R2 Hyper-V). Das Service Pack 1 verleiht den aktuellen Windows-Versionen zudem die Unterstützung für AVX, eine Befehlssatzerweiterung neuer Prozessoren.

Wer verhindern will, dass das SP1 als Windows Update automatisch installiert wird, kann zu Microsofts Blocker-Tool greifen. Es verhindert ein Jahr lang die automatische Installation des SP1. Echte Gründe, die gegen die Installation sprechen, sind bislang jedoch keine bekannt. Andererseits ist eine sofortige Installation auch nicht zwingend erforderlich, denn wenn das Windows-Update nicht deaktiviert wurde, sind ohnehin alle von Microsoft ausgelieferten Patches für sicherheitskritische Lücken bereits installiert.

Weitere Informationen zum SP1 stellt Microsoft hier bereit, über diese Seite dürften demächst auch die offiziellen Download-Seiten für die einzelnen Komplett-Pakete zu finden sein. [Update: Microsoft stellt auf dieser Seite nun auch die einzelnen Komplett-Pakete zum Download bereit.] (axv)

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