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Shadow: Viel Leistung im virtuellen PC

Der Streamingdienst Shadow bietet virtuelle Computer für Videospiele und anspruchsvolle Anwendungen an. Seit dieser Woche ist er auch in Deutschland nutzbar.

Shadow: Hohe Performance im virtuellen PC

(Bild: Pixabay)

Ausreichend Leistung für die neuesten Videospiele und anspruchsvolle Programme, wie Video-, Bild- und Audiobearbeitung, verspricht der französische Streamingdienst Shadow mit einem immer aktuellen virtuellen Computer. So kann man auch mit schwacher, alter und untypischer Hardware in den Genuss hoher Leistung kommen. Seit dieser Woche ist der Anbieter von Cloud-Computing auch in Deutschland vertreten.

Shadow verspricht einen virtuellen Computer mit ausreichend Leistung, um die aktuellsten Videospiele, bei einer entsprechenden Internetverbindung und dem passenden Monitor, in einer Auflösung von 4K spielen zu können. Das Unternehmen erklärt in seinen FAQ, ab 15 MBit/s eine gute Leistung zu erzielen und eine sich anpassende Performance analog der Verbindungsgeschwindigkeit. Bei einer Anbindung von mehr als 50 MBit/s sei auch eine 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) möglich. Eine Doppelbildschirm-Lösung wird zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht unterstützt, soll aber per Update nachgeliefert werden. Die Breitbandverbindung ist eines der wichtigsten Elemente heißt es weiter in den FAQ und empfohlen wird eine Glasfaser-Anbindung.

Für 29,95 Euro pro Monat (im Jahresabonnement) bekommt man einen virtuellen Computer mit dem Betriebssystem Windows 10 (inklusive Lizenz für den Mietzeitraum), 256 GB Speicherplatz, 12 GB DDR4 RAM, 8 dedizierte Threads auf einem Intel Xeon Server und eine Nvidia GPU, die mit einer GTX 1080 vergleichbar ist. Will man den Dienst nur einen Monat nutzen, betragen die Kosten 44,95 Euro und für das Drei-Monats-Abo berechnet Shadow 34,95 Euro pro Monat. Das dreimonatige Abonnement könnte für Gelegenheitsspieler über die kalten und verregneten Herbst- und Wintertage interessant sein.

Die Hauptausrichtung von Shadow liegt auf Gaming. Eine Anmeldung an den Accounts von Steam, Blizzard und allen anderen Diensten auf dem virtuellen Computer ermöglicht die Installation der dort erworbenen Spiele. Auch das hochladen von Dateien ist möglich, so können bei Bedarf Installationsdateien von älteren Spielen, die ohne Online-Registrierung funktionsfähig sind, abgelegt und ausgeführt werden. Neben Spielen können anspruchsvolle Anwendungen auf den performanten, virtuellen Computern installiert werden. Das kann für Videoschnitt, Bild- und Audiobearbeitung interessant sein.

Für den Zugriff gibt es Shadow Apps für die Systeme Windows, MacOS, Linux und Android, für iOS ist eine App angekündigt, beworben wird auch der Smart TV. Das ermöglicht eine Fortsetzung der Spiele an unterschiedlichen Geräten mit dem gleichen Speicherstand. Ob die Steuerung entsprechend funktioniert, hängt vom jeweiligen Spiel, der benutzten Hardware und dem verfügbaren Zubehör ab. Zusätzlich zu den Shadow Apps bietet das Unternehmen eine Shadow Box an, die mit zwei USB 3.0 Anschlüssen, zwei USB 2.0 Anschlüssen, zwei Displayports, einem Ethernet-Anschluss, einem Mikrofon- und einem Kopfhörereingang ausgestattet ist. Sie misst 19cm x 18,5 cm x 11 cm (LxBxT) und wiegt 661 Gramm.

Was mit den Daten, Anwendungen und Spielen bei einer Unterbrechung oder Beendigung des Abonnements passiert und ob man bei einem Wiedereinstieg sein System mit dem letzten Stand aus einem Backup, das vorzugsweise für einen bestimmten Zeitraum kostenlos vorgehalten wird, wieder herstellen kann, erklärt das Unternehmen nicht. Hardcore-Gamer und Profi-Anwender werden auf eigene Hardware setzen, für Gelegenheitsspieler, technisch Unversierte und Spieler, die sich zu Hause keinen großen PC hinstellen möchten, ist das Angebot vielleicht eine Alternative. Die kurzzeitige Nutzung von rechenintensiven Anwendungen könnte ebenfalls Interessenten ansprechen. (bme)

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