Menü

SharkFest 2009: Zusammenkunft der Netzwerk-Haie

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen

Vom 15. bis 18. Juni wurde auf dem Campus der kalifornischen Stanford University erneut ein "SharkFest" veranstaltet. Mit dem Event verbindet CACE Technologies, die Trägerfirma des Open-Source-Netzwerkanalyse-Tools Wireshark, verschiedene Ziele: Durch den Einsatz von Wireshark will sie vertieftes Protokoll-Know-how vermitteln, mit dem Analysator verwandte Produkte vorstellen und gemeinsam mit Entwicklern wie Usern neue Funktionen und künftige Weiterentwicklungen definieren.

Noch während der Veranstaltung wurde die neueste Wireshark-Version 1.2 mit zahlreichen neuen Funktionen vorgestellt. Die eigentliche Innovation steckt allerdings in einem kommerziellen Produkt, das CACE Technology anlässlich des ersten SharkFests im vorigen Jahr präsentierte, erfolgreich weiterentwickelt hat: Das Monitoring- und Reportingtool "Pilot" wird in den nächsten Wochen als Server-/Client-fähige Version erhältlich sein. Die Produktneuheit funktioniert nach dem Prinzip, remote-platzierte Server von zentraler Stelle aus abzufragen. Sie ermöglicht so die kostengünstige Fernüberwachung an kritischen Stellen. Beim Weiterentwickeln dieses Produkts wurde besonders auf die effiziente Nutzung der Bandbreite zwischen Server und Client geachtet. Die Integration mit Wireshark ermöglicht zudem, gezielt aus einem spezifischen Datenstrom ausgewählte Bereiche jederzeit im Detail zu analysieren.

Themen im Bereich Netzwerk-Monitoring und -analyse wurden in verschiedenen Learning Tracks für Entwickler, Einsteiger und Fortgeschrittene diskutiert. Die dort vorgestellten Neuentwicklungen konzentrieren sich auf die Bereiche WLAN, VoIP, Security und Hochgeschwindigkeitsanalyse bis 10 GBit/s.

"Das SharkFest dient auch dazu, Core-Entwickler und Benutzer in engen Kontakt zu bringen", sagt John Bruno, Chief Executive Officer von CACE Technologies. Der Informatik-Professor hält die um WinPcap-Entwickler Loris Degioanni und Wireshark-Gründer Gerald Combs aufgebaute, virtuell arbeitende Entwicklergemeinde mit Blick für das Business zusammen. Denn die kommerziell vermarkteten Produkte und Services bilden die existenzielle Basis, um das Open-Source-"Kerngeschäft" weiter kostenlos zu halten. (Doris Gottstein) / (je)

Anzeige
Anzeige