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Sharp steigt bei Loewe ein

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Nach langen Verhandlungen hat sich der kriselnde TV-Hersteller Loewe mit dem Weltmarktführer bei LCD-Fernsehgeräten, der japanischen Sharp Corporation, darauf geeinigt, dass sich die britische Sharp-Tochter Sharp International Finance zu zehn Prozent an der Firma beteiligt. Das Loewe-Kapital wird durch eine Aufstockung um 700.000 Aktien erhöht; das entspricht einer Kapitalaufstockung von 7,18 Millionen Euro auf nunmehr 7,88 Millionen Euro.

"Durch die kapitalmäßige Beteiligung von Sharp wird die mehrjährige, erfolgreiche Partnerschaft mit Loewe weiter ausgebaut. Der dynamisch wachsende Markt für LCD-Fernseher in Europa bietet großes Potenzial für beide Unternehmen, das wir uns durch die engere Kooperation erschließen wollen", läßt sich Loewe-Chef Rainer Hecker zitieren. Eine höhere Beteiligung von Sharp in der Zukunft sei nicht ausgeschlossen. "Über die Beteiligung von Sharp hinaus sind wir weiter offen für zusätzliche Investoren", meinte Hecker.

Bereits seit dem Jahr 2000 besteht eine Kooperation zwischen Loewe und Sharp. Zunächst arbeiteten die Unternehmen gemeinsam an der Entwicklung kleinformatiger LCD-Fernsehgeräte; 2003 wurde die Zusammenarbeit dann um großformatige LCD-TVs erweitert. Seit Beginn des zweiten Quartals diesen Jahres gilt eine weitergehende Fertigungsübereinkunft.

Diese Vereinbarungen wiesen dem TV-Hersteller bislang aber keinen Weg aus der Krise. Durch den schnellen Umschwung vom klassischen Röhrengeschäft zu Flachfernsehern in der Oberklasse des TV-Marktes war Loewe bei einem Umsatzrückgang von 23 Prozent tief in die roten Zahlen gerutscht. (tol)