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Sharp streicht nach drastischem Verlust 5000 Jobs

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Der japanische Elektronik-Konzern Sharp streicht nach einem riesigen Quartalsverlust rund 5000 Arbeitsplätze – nahezu jede zehnte Stelle. In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal gab es erneut tiefrote Zahlen von 138,4 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro). Als Folge musste Sharp die Prognose laut Mitteilung für den Jahresverlust auf 250 Milliarden Yen ausweiten (2,6 Milliarden Euro), von ursprünglich 30 Milliarden Yen. Der Quartalsumsatz sackte um fast 29 Prozent auf 458,6 Milliarden Yen ab (4,77 Milliarden Euro) ab.

Informierte Personen waren vor Kurzem davon ausgegangen, dass Sharp 3000 Arbeitsplätze abbauen könnte. Das Unternehmen kämpft mit großen Problemen in seinem Kerngeschäft mit LCD-Fernsehern. Die weltweite Nachfrage ist abgesackt, die ganze Branche leidet an Überkapazitäten, japanischen Unternehmen macht zusätzlich der starke Yen zu schaffen. Der Umsatz der LCD-Sparte ging im Vorjahresvergleich um 41 Prozent auf 146 Milliarden Yen zurück. Noch stärker war der Rückgang im Geschäft mit elektronischen Komponenten, nämlich um 49,5 Prozent auf 235 Milliarden Yen.

Sharp will über eine Partnerschaft mit dem Auftragshersteller Foxconn, der unter anderem die Apple-Geräte produziert, aus dem Schlamassel kommen. Das Unternehmen aus Taiwan stieg bei Sharp ein und will auch in großem Stil LCD-Panels abnehmen. (mit Material der dpa) / (anw)

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