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Shuttleworth gegen Rolling Releases bei Ubuntu

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In der Diskussion um die Umstellung von Ubuntu auf Rolling Releases, die die Entwickler seit Anfang des Jahres führen, hat sich jetzt auch Ubuntu-Sponsor Mark Shuttleworth zu Wort gemeldet. Es ist nicht überzeugt von der Idee, nur noch alle zwei Jahre eine neue LTS-Version zu veröffentlichen und die halbjährlichen "Zwischen-Releases" durch einen permanenten Upgrade-Prozess zu ersetzen. Rick Spencer, Canonicals Vizepräsident für Ubuntu, hatte vor wenigen Tagen einen konkreten Vorschlag für Rolling Releases präsentiert, der auf dem Ubuntu Developer Summit diskutiert wurde.

Rolling Releases, schreibt Schuttleworth, seien keine wirklichen Releases; sie würden Anwendern, die Sicherheit brauchen, nicht die nötige Sicherheit geben. Für User, denen die sechs Monate zwischen zwei Ubuntu-Versionen zu lange dauern, gebe es Daily Builds der aktuellen Entwicklerversion. Shuttleworth betont, dass Rick Spencers Konzept keineswegs beschlossene Sache sei und man sich noch im Prozess der Meinungsbildung befinde.

Die Notwendigkeit häufigerer Updates erkennt Shuttleworth allerdings durchaus an. Daher stellt er gegen die Idee einer Rolling-Release-Distribution ein eigenes Konzept. Erstens müsse der Upgrade-Prozess so verbessert werden, dass man auch über mehrere aufeinander folgenden Upgrades ein sauberes System behält. Dann müsse die herausgehobene Bedeutung der LTS-Versionen als Haupt-Releases stärker betont werden. Schließlich könne man über häufigere Zwischenversionen, beispielsweise im Monatstakt, nachdenken, sofern sichergestellt werden kann, dass es sich dabei um endanwendertaugliche Releases handelt und nicht bloß um Snapshots. (odi)