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Sicheres WLAN mit dem Raspberry Pi

Wenn Besucher nach dem WLAN-Zugang fragen, gibt man ihnen das Passwort – ungern, aber man will ja nicht unhöflich sein. Abhilfe schafft ein Gäste-WLAN mit täglich wechselndem Passwort, generiert vom kleinen Raspi-Board.

Sicheres WLAN mit dem Raspberry Pi

Wenn Besucher daheim oder in der Firma häufiger WLAN-Zugang verlangen, muss ein Gäste-WLAN her. Der Raspberry Pi 3 spannt so ein Netzwerk auf und dient zugleich als Passwort-Generator. Den Schlüssel zum heimischen WLAN zu verraten ist riskant, schlecht gesicherte Gäste-WLANs mit leicht zu merkenden Passphrases sind es auch. Denn: Einmal im Heimnetz angemeldet, sind die eigenen Mobilgeräte ebenso wie NAS und PC etwaigen Angriffen durch Schädlinge ausgesetzt. Abhilfe schafft ein Gäste-WLAN.

Das Passwort fürs Gäste-WLAN wird als abfotografierter QR-Code am kleinen Display angezeigt.

Mit dem muss man das eigene Passwort nicht mehr preisgeben. Stattdessen gehen Besucher der WG, der kleinen Firma oder der Großfamilie über das vom Raspberry geöffnete WLAN ins Internet. Der Einplatinenrechner generiert dazu vollautomatisch Tag für Tag ein neues Passwort und zeigt dieses als abfotografierbaren QR-Code auf einem angeschlossenen Display an. Das kann dann in der Küche oder im Konferenzraum hängen und "wortlos" die gewünschten Infos liefern.

Wie sich der WLAN-Buttler mit dem Raspi aufsetzen lässt, beschreibt c't in der aktuellen Ausgabe. Um Datensicherheit geht es auch beim Projekt "Raspi in the Middle": Es macht sichtbar, was die eigenen Gerätschaften – vom smarten Fernseher bis zur IP-Kamera – alles an Daten nach draußen weiterleiten. Leider findet sich zuweilen einiges darunter, das nicht in fremde Hände gelangen sollte. So stellte c't Anfang des Jahres fest, dass von Aldi verkaufte Überwachungskameras die Passwörter für WLAN, E-Mail und den FTP-Zugang übers Netz verrieten. Mit dem zum Hacking-Werkzeug umgebauten Raspberry Pi fliegen derartige Datenlecks schnell auf.

Der Raspberry Pi 3 ist kompatibel zum Vorgänger.

Die c't 10/2016 widmet sich diesen und weiteren Bastelprojekten mit dem Einplatinenrechner. Dazu liefert der Artikel "Frisch gebacken" eine Einführung in die Raspbery-Pi-Entwicklung nebst deutscher Anleitung für erste Programmierschritte.

(uk)
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