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Sicherheitsbedenken bremsen Cloud-Dienste aus

Laut dem Hightech-Verband Bitkom sind in Deutschland die Sorgen um Datensicherheit und Datenschutz bei der Nutzung von Cloud-Angeboten besonders ausgeprägt. Bei den Jüngeren nutzt dennoch jeder Dritte die Möglichkeit, Daten im Netz abzulegen.

Dropbox

(Bild: dpa, Armin Weigel/Archiv)

Starke Sicherheitsbedenken der Nutzer hemmen die Verbreitung der Cloud-Dienste in Deutschland. Nur jeder fünfte Befragte nutzt einer aktuellen Studie zufolge solche Angebote, um Daten wie Fotos und Dokumente zu speichern und auszutauschen, teilte der Hightech-Verband Bitkom am Dienstag mit. Damit liege Deutschland im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld (Platz 16 von 31).

21 Prozent der Befragten gaben demnach an, aus Sorge um die Datensicherheit und den Datenschutz Cloud-Speicher nicht zu verwenden. Bei der jüngeren Bevölkerung können sich 36 Prozent der deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahren vorstellen, Daten künftig ausschließlich in der Cloud zu speichern. Aktuell verwendet unter den 16- bis 24-Jährigen jeder Dritte derartige Dienste. Für die repräsentative Studie der europäischen Statistikbehörde Eurostat wurden Einwohner zwischen 16 und 74 Jahren in 31 Ländern befragt.

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Am häufigsten werden Dienste wie Google Drive, iCloud von Apple oder Dropbox in Dänemark genutzt (44 Prozent der befragten Bürger), gefolgt von Norwegen (43 Prozent), Island (39 Prozent) und Großbritannien (38 Prozent). Deutschland teilt sich Platz 16 mit Frankreich. Die Schlusslichter bilden Litauen und Polen, beide mit 9 Prozent auf Platz 29, sowie Rumänien mit 8 Prozent (Platz 31).

Dem Bitkom zufolge haben die Umsätze im Bereich des Cloud Computing im Jahr 2014 deutlich um 46 Prozent zugelegt. Laut der Prognose soll der Markt 2018 insgesamt ein Volumen von 19,8 Milliarden Euro einnehmen. (dpa) / (des)

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