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Sicherheitslücken im US-Department of Homeland Security

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Es sollte sicher sein, weist aber augenscheinlich größere Lücken auf, das Computersystem des amerikanischen Departments of Homeland Security (DHS). Experten sprechen von über 800 ernstzunehmenden Vorfällen in den Jahren 2005 und 2006: Hackerangriffe, Virenprobleme, digitale Eindringlinge, die Daten von den Seiten der Regierungsbehörde stehlen. Dass Hacker mehrfach ins Computernetz des Ministeriums eingedrungen sind, zu dessen Aufgaben auch der Schutz gegen so genannte Cyber-Angriffe gehört, wurde bereits im April dieses Jahres vor einem Ausschuss berichtet. Unter dem bezeichnenden Titel: "Hacking the Homeland" sollen heute bei einer Anhörung die peinlichen Sicherheitslücken der Behörde genau zur Sprache kommen. Leicht wird es für den Sicherheitschef des DHS, Scott Charbo, nicht; er trifft nämlich auf Vertreter der staatlichen Aufsichtsbehörde Government Accountability Office.

Die für Informationssicherheit und Technik zuständigen Manager des US-Rechnungshofs sind zum Hearing als maßgebliche Experten geladen und werden es den Vertretern des Ministeriums nicht leicht machen. Laut eines Briefing-Dokuments zur Ausschusssitzung sollen die Experten des Rechnungshofs detailliert über ein Netzwerk des Heimatschutzministeriums berichten, "das eine kaum durchschaubare Struktur von Sicherheits- und Kontrolllücken aufweist sowie heikle und persönlich zuordbare Information dem Risiko aussetzt, dass sie von Unbefugten gelesen werden". Offiziell heißt es zwar, dass die Sicherheitsprobleme nur solche Computernetzwerke betrafen, die nicht unter Geheimhaltung stehen – allerdings räumten Behördenvertreter Vorfälle ein, bei denen als geheim eingestufte Vorgänge "unsauber" übermittelt wurden beziehungsweise in E-Mail-Systeme gerieten, die dafür nicht vorgesehen waren. (tpa/Telepolis) / (jk)