Menü
Technology Review

Sicherheitsrisiko Smart City: Experten warnen vor Angriffen auf smarte Städte

Kiew in der Ukraine, Städte im Baltikum – und vor kurzem Dallas: Die Einschläge in Form von Hacks auf IT-Infrastrukturen von Metropolen kommen näher.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 19 Beiträge
Experten warnen vor Angriffen auf smarte Städte

Experten fürchten in Zukunft vermehrt Angriffe auf vermeintlich smarte Systeme in unseren Metropolen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Sicherheitsproblem Smart City"). Kürzlich traf es das Sturmwarnsystem in Dallas, das in der Nacht unvermittelt losheulte.

Doch ein Orkan war es nicht, der sich da ankündigte. Stattdessen war es einem Hacker gelungen, das Sicherheitssystem der Warnanlage zu übertrumpfen. An einem Freitag um 23 Uhr 40 heulten gleich 156 der Geräte gleichzeitig los – 15 Mal für jeweils 90 Sekunden. Erst um 1 Uhr 20 war wieder Ruhe. Anfangs drangen nur wenig Details darüber durch, was hinter dem Hack steckte. Klar war zunächst nur, dass er wohl vor Ort durchgeführt wurde und äußerst effektiv war. Techniker mussten das gesamte System offline nehmen, um den Hacker auszusperren, anders war er nicht zu stoppen.

Der Hack auf das Sturmwarnsystem von Dallas zeigt, wie gefährdet eine Smart City sein kann. In den letzten Jahren fanden Forscher ständig Lücken in solchen Systemen – von der Ampel bis zum digitalen Stromzähler. Experten machen sich Sorgen, dass dies erst der Anfang ist. Immer mehr Geräte sind vernetzt, das "Internet of Things" breitet sich aus – und Hacker und Sicherheitsforscher finden immer mehr von Angreifern ausnutzbare Fehler, die eines Tages vielleicht ganze Städte ins Chaos stürzen könnten.

Dafür gibt es bereits einige Beispiele aus der echten Welt. Ende letzten Jahres trennten Angreifer rund 20 Prozent der ukrainischen Metropole Kiew vom Stromnetz. Sie hatten mittels Phishing die Kontrolle über mehrere Hochspannungsverteilungsanlagen übernommen. In San Francisco, der Hauptstadt des Silicon Valley, wurden ausgerechnet die Fahrkartenautomaten von sogenannter Ransomware befallen – Schädlingssoftware, die Rechner nur dann wieder freigibt, wenn ein Lösegeld bezahlt wird.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)

Anzeige
Anzeige