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Sicherheitsstudie: Zwei Drittel der Deutschen sorgen sich vor Datenabfluss im Auto

Laut einer Analyse der Initiative "Deutschland sicher im Netz" ist der Datenschutz auf vier Rädern ein großes Thema für die Bundesbürger. Generell habe sich die Sicherheitslage rund um das Online-Medium verbessert.

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Sicherheitsstudie: Zwei Drittel der Deutschen sorgen sich vor Datenabfluss im Auto

(Bild: DSiN)

Die von Bill Gates 2005 begonnene öffentlich-private Partnerschaft "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) hat in ihrer dritten repräsentativen Sicherheitsumfrage erstmals die Meinung der Bundesbürger zu Chancen und Risiken des vernetzten Fahrens ausgelotet. 66,8 Prozent der Teilnehmer befürchten demnach, dass über Autos mit Online-Systemen unbefugt Daten durch Dritte gesammelt werden. 53,7 Prozent der hiesigen Verbraucher halten es zudem für gefährlich, Apps für Systeme im Fahrzeug aus dem Netz herunterzuladen und zu nutzen.

Sensorgestützte Assistenzsysteme befürworten aber 55,2 Prozent der Befragten im Auto, da diese mehr Sicherheit mit sich brächten. 51,4 Prozent möchten auch nicht mehr auf vernetzte Infotainment-Systeme verzichten. Nur ein Drittel meint letztlich, dass die Vorteile von Online-Funktionen im Fahrzeug die Gefahren überwiegen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten sieht die Hersteller in die Pflicht, die Systeme angemessen abzusichern.

Sicherheitsindex steigt

Allgemein sollen sich die Onliner mittlerweile sicherer im Netz bewegen als im Vorjahr. So kletterte zumindest der vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest erstellte DsiN-Index von 63 Punkten 2015 auf jetzt 65,4 Zähler. Der verbesserte Wert beruht den Meinungsexperten zufolge auf einem Rückgang der sicherheitsrelevanten Vorfälle bei Verbrauchern von 34 auf 30,1 Punkten sowie verbesserter Kenntnis und Anwendung von Schutz. Allerdings ist das Gefährdungsgefühl aber gestiegen, der Indexwert weist hier 29,2 statt 28,3 Punkte im Vorjahr aus.

Die Online-Sicherheitslage sei so insgesamt "besser geworden", meinte Thomas Kremer, DsiN-Vorstandsvorsitzender und Datenschutzexperte der Deutschen Telekom. Die Gefahr einer "digitalen Vertrauenskrise" sei aber nicht gebannt. Immer mehr Verbraucher sähen sich einer "komplexen technischen Welt gegenüber", die von dem ein oder anderen Paradox geprägt sei. So wüssten 80 Prozent der Nutzer etwa, dass Fitness-Werkzeuge über die Cloud geprüft werden sollten, aber die wenigsten täten dies auch. Insgesamt 60 Prozent riefen nach Hilfe bei der IT-Sicherheit.

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(anw)

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