Menü

Sieben erschwingliche Fernseher im Test

Warum viel Geld für ein Top-TV ausgeben, wenns auch ein günstigeres Modell tut? c't ist der Frage an sieben Smart-TVs für 400 bis 800 Euro nachgegangen

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 105 Beiträge
Von

c't hat Fernseher aus der preislichen Mittelklasse getestet. Die 55-Zöller mit 1,40 Meter Bilddiagonale zeigen 4K-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixeln und unterstützen aktuelle HDR-Formate. Die können sie von Netflix & Co. direkt aus einer App ohne externe Hardware streamen. Außerdem integrieren die TVs Tuner für den Empfang per Satellit, Kabel und Stabantenne, fünf können zudem TV-Sendungen aufzeichnen und auf eine externe USB-Festplatte speichern.

Ein Gerät kostet 500 Euro, eines knapp 700 Euro, die anderen gibts für rund 800 Euro. Sechs Geräte stammen von großen Markenhersteller, am MD 31803 von Medion für 390 Euro wollten wir klären, ob und wie sich die 400-Euro-Klasse von den 800-Euro-Modellen unterscheidet. Eher unbeabsichtigt schaffte es das 500-Euro-Gerät TX-55GXW584 von Panasonic ins Testfeld. Dazu gleich mehr.

Auch wer für sein neues Smart-TV möglichst wenig ausgeben möchte, sollte nicht zu billig kaufen: Bei den Modellen aus der Ramschecke ist nicht nur die Ausstattung mäßig, sondern auch die Bildqualität. Das gilt übrigens nicht nur für No-Name-Produkte und Geräte, die abgesehen vom traditionsreichen Namen nichts mit ihren alten Wurzeln zu tun haben – Grundig, Nordmende, Telefunken und demnächst vielleicht auch Loewe. Auch die aktuellen Markenhersteller haben billige Fernseher im Programm, deren Qualität weit hinter der für Samsung & Co. üblichen Qualität zurückbleiben.

Auf den Fernbedienungen von Panaosinc und Medion fehlt eine Mikrofontaste.

In Testfeld findet sich ein solches Gerät von Panasonic. Das wurde erst klar, als der TX-55GXW584 bereits im Labor stand. Dabei hätte schon bei der Geräteauswahl die unspezifische Betriebssystem-Angabe "Linux" im Datenblatt hellhörig machen müssen. Alle großen Hersteller nutzen ein eigenes Betriebssystem mit eigenem Namen (Samsung: Tizen; LG: WebOS, Panasonic: FirefoxOS, Hisense: Vidaa U) oder setzen auf Android TV (Philips, Sony). Außerdem hätte man das abgespeckte Modell auch an seiner Fernbedienung erkennen können: Die hält anders als moderne Smart-TVs keine Mikrofontaste zur Sprachsteuerung bereit.

Bevor Sie jetzt einwenden, "ich will gar keine Sprachsteuerung": Die müssen Sie ja nicht nutzen, sie lässt sich im TV-Menü ausschalten. Das Mikrofonsymbol hilft aber, die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch wer ein komplett "dummes" TV ohne Apps, Sprachsteuerung und Internetzugang sucht, sollte keine Billigheimer kaufen. Die Netzwerkfunktionen lassen sich ganz einfach deaktivieren, indem Sie kein Netzwerkkabel anschließen und im TV-Menü das WLAN abschalten. Von der besseren Bildqualität der Mittelklasse-TVs profitieren Sie auch ohne jegliche "Komfortfunktionen".

Die Bildqualität hängt vom verwendeten Panel und von der internen Elektronik ab. Der Unterschied zwischen billigen und preiswerten Geräten zeigte sich im Test bereits beim TV-Empfang: Der war beim 390-Euro-Gerät von Medion etwas verrauscht, das Panasonic-TV schnitt hier noch schlechter ab. Auch die Auflösung von feinen Farbverläufen machte beiden zu schaffen. Die beiden Geräte waren zudem schlechter ausgestattet als das restliche Testfeld – was angesichts der Preisunterschiede aber wohl okay ist.

Unter den 800-Euro-Modellen boten die TVs von LG und Sony die beste Bildqualität, insbesondere bei hochwertigen HDR-Inhalten. Beim Samsung-TV störte die starke Blickwinkelabhängigkeit, dafür überzeugt der GQ55Q60R mit seinem durchdachten Bedienkonzept. Mehr zur Auswahl von Flachbildfernsehern und den Ergebnissen aus dem Test günstiger 4K-TVs lesen Sei bei c't.

Der c't-uplink zu Windows 7, Sailfish und Smart-TVs


(uk)