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Siemens-Finanzaffäre: Fünf Verdächtige bleiben in Haft

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In der Siemens-Finanzaffäre bleiben ein Ex-Bereichsvorstand und vier andere Verdächtige in Haft. "Die Ermittlungen laufen auf hohen Touren", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld. Inzwischen seien alle Haftbefehle eröffnet. Mit weiteren Details sei frühestens in der kommenden Woche zu rechnen. Den fünf Verhafteten und sieben weiteren Verdächtigen wird die Veruntreuung von rund 20 Millionen Euro vorgeworfen. Möglicherweise wurde das Geld für die Zahlung von Schmiergeldern für Auslandsaufträge eingesetzt. Ein Siemens-Sprecher betonte erneut, der Konzern sei an der Aufklärung der Affäre interessiert und unterstütze die Ermittlungen. Zu Details wollte das Unternehmen unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Stellung nehmen.

Am Mittwoch hatten im Zusammenhang mit den Untreuevorwürfen mehr als 270 Polizeibeamte, Staatsanwälte und Steuerfahnder in einer groß angelegten Razzia die Konzernzentrale in München und insgesamt rund 30 weitere Siemens-Standorte in Deutschland und Österreich durchsucht. Bei den Ermittlungen geht es um Unregelmäßigkeiten in der Siemens-Festnetzsparte Com, die derzeit aufgelöst wird. Die Beschuldigten sollen das Geld über Tarnfirmen und so genannte Off-Shore-Gesellschaften ins Ausland geschafft haben. Damit sollen dann möglicherweise Schmiergelder gezahlt worden sein, zum Beispiel um dem Konzern Aufträge beim Aufbau der Infrastruktur für die Olympischen Spiele in Athen zu sichern.

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(dpa) / (jk)