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Siemens: durchwachsener Auftakt für das Geschäftsjahr

Der Elektrokonzern betont das starke Wachstum beim Auftragseingang und erklärt Gewinnrückgänge mit dem Wegfall von Sondereffekten.

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Siemens -  Joe Kaeser

"Es gibt aber noch viel zu tun, um in allen Geschäften führende Margen zu erreichen", meinte Siemens-Chef Joe Kaeser zur Vorstellung der Geschäftszahlen.

Der Elektrokonzern Siemens ist durchwachsen in das neue Geschäftsjahr gestartet. Starken Auftragseingängen stand im ersten Quartal ein Rückgang im Gewinn gegenüber. Anhaltende Gewinnrückgänge im Kraftwerksgeschäft belasteten dabei ebenso wie sinkende Ergebnisse im Energiemanagement.

Insgesamt lag der Nettogewinn von Siemens wegen wegfallender Sondereffekte im ersten Quartal bei 1,1 Milliarden Euro – 49 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Damals hatte Siemens besonders von der US-Steuerreform profitiert. Auch der Verkauf der Osram-Anteile hatte den Gewinn auf ein besonders hohes Niveau gehoben. Operativ liege der Wert in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Auftragseingang stieg um 12 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Vor allem bei Großaufträgen habe man zugelegt, heißt es bei Siemens. Das Wachstum bei Industrieaufträgen sei zudem vor allem vom Anstieg bei Mobility-Lösungen um 40 Prozent getrieben worden, dazu gehöre etwa ein Auftrag über 1,6 Milliarden Euro für U-Bahnen in Großbritannien. In der Kraftwerkssparte ging der Umsatz um 9 Prozent zurück, das Energiemanagement verbuchte bei gleichbleibendem Umsatz einen Rückgang im bereinigten Ergebnis (Ebita) um 46 Prozent.

Den Umsatz konnte Siemens leicht steigern um 1 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis (Ebita) der Industriegeschäfte sank in den drei Monaten per Ende Dezember um 6 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro. (jk)

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