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Siemens sieht Belebung des Handy-Marktes

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Das "Tal der Tränen" ist durchschritten -- das meint zumindest Rudi Lamprecht, Chef der Siemens-Mobilfunksparte ICM. Nach dem mageren Geschäft im vergangenen Jahr werde der Markt 2002 um zehn bis fünfzehn Prozent wachsen, sagte Lamprecht der Süddeutschen Zeitung. Zurzeit liegen noch keine endgültigen Zahlen über den Verkauf im vergangenen Jahr vor, der Vorstand nimmt als Basis für seine Wachstumsprognose die niedrigste Schätzung von 380 Millionen verkaufter Mobiltelefone in 2001.

Siemens will sich in Zukunft auf das Geschäft mit preiswerten Endgeräten konzentrieren. Weil die Mobilfunkanbieter Geräte nicht mehr so großzügig subventionieren, sieht Lamprecht hier ein starkes Wachstumspotenzial. "Die Leute gehen mit 50 Euro in ein Geschäft. Früher haben sie dafür ein hochwertiges Gerät bekommen, weil es subventioniert war. Das gibt es heute nicht mehr für den Preis. Deshalb wollen wir bei den günstigen Modellen stärker werden."

Erfolgreich sei auch die Bilanz des Kürzungsprogrammes bei der Siemens-Mobilfunksparte ICM. Um Gewinne zu erwirtschaften, sei nur noch der Absatz von knapp 30 Millionen Handys nötig. Bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2001/02 erzeilte ICM einen kleinen Gewinn von 37 Millionen Euro. Gute Wachstumschancen sieht Lamprecht für seinen Konzern auch auf ausländischen Märkten. Auf der aktiven Suche nach einem großen Partner befinde sich die Mobilfunksparte dabei nicht. "Wir sind durchaus lebensfähig, ohne eine größere Partnerschaft einzugehen", meinte der Siemens-Manager. Bereits im Dezember 2001 war eine geplante Kooperation mit dem japanischen Toshiba-Konzern geplatzt. (tol)

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