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Siemens widerspricht Spekulationen um Arbeitsplatzabbau

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"Siemens hat nicht die Absicht, in großem Stil Arbeitsplätze aus Deutschland zu verlagern", teilt das Unternehmen heute mit und reagiert damit in einer eigens dafür angefertigten Mitteilung auf Spekulationen in Medienberichten. Gestern hieß es, es seien mehr als 10.000 Arbeitsplätze beim Traditionskonzern Siemens in Deutschland gefährdet. Darauf reagiert Vorstandsvorsitzender Heinrich von Pierer mit der Äußerung: "Wir haben den Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland aufgenommen."

Sein Unternehmen habe Gespräche mit den Arbeitnehmer-Vertretungen begonnen, in denen nach Möglichkeiten gesucht werde, "die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Arbeitsplätze zu verbessern", heißt es weiter. Dabei gehe es um die Flexibilisierung der Arbeitszeit und um nachhaltige Kostensenkungen. Dabei sollen möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland erhalten werden. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie aus Wettbewerbsgründen ein Arbeitsplatz nach dem anderen aus Deutschland verschwindet", verspricht von Pierer. "Wir haben die Hoffnung, dass möglichst viele dieser gefährdeten Arbeitsplätze gerettet werden können. Dazu müssen aber alle Seiten kompromissbereit sein." Konkrete Pläne zur Verlagerung von 10.000 Arbeitsplätzen gebe es nicht.

Mit den Arbeitnehmer-Vertretern der Siemens AG in Deutschland sei vor einigen Wochen verabredet worden, dass die Vorstände der geschäftsführenden Bereiche mit den Betriebsräten das Ausmaß der aufgrund von "nicht wettbewerbsfähigen Kosten" gefährdeten Arbeitsplätze diskutieren. Am 31. März tagt der Wirtschaftsausschuss. Im Anschluss sollen Arbeitsgruppen aus Mitgliedern der Unternehmensleitung und der Arbeitnehmer-Vertreter gebildet werden. Sie sollen über Lösungsmöglichkeiten verhandeln. (anw)