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"Silk Road"-Admin muss über sechs Jahre ins Gefängnis

Ein US-Gericht hat einen Helfer des geschlossenen Untergrundmarktplatzes unter anderem wegen Drogenhandels verurteilt.

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Pssst, Hashish Koka Speed? Auf der "Silk Road" gab es ein breites Sortiment an illegalen Substanzen.

(Bild: Screenshot)

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Einer der Administratoren des Darknet-Marktplatzes Silk Road ist in den USA zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ein Bundesgericht in New York befand den 31-jährigen Iren für schuldig, am Verkauf von Drogen und anderen kriminellen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein, und setzte das Strafmaß auf sechseinhalb Jahre fest. Gary D., der bei Silk Road unter dem Namen "Libertas" operierte, war zuvor von der irischen Justiz an die USA ausgeliefert worden und hatte sich im Laufe des Verfahrens schuldig bekannt.

Gary D. war 2014 verhaftet worden. Die US-Behörden hielten es für erwiesen, dass der Ire für einige Monate maßgeblich am Betrieb des im Jahr 2013 aufgeflogenen Untergrundmarktplatzes Silk Road beteiligt gewesen war. Dem Auslieferungsersuchen der USA hatte der irische High Court im vergangenen Jahr schließlich stattgegeben. Ein weiterer Helfer, der kanadischer Staatsbürger ist, war 2018 von Thailand an die US-Behörden ausgeliefert worden.

Das E-Mail-Konto von Gary D. war darüber hinaus Gegenstand eines international beachteten Verfahrens, weil Microsoft die Herausgabe der auf europäischen Servern gespeicherten E-Mails an die US-Behörden verweigert hatte. Die höchste Berufungsinstanz gab schließlich Microsoft Recht. Die US-Regierung brachte den Streit vor den US Supreme Court, der sich damit aber nicht mehr befasste.

Der über das Tor-Netzwerk erreichbare Online-Drogenmarktplatz Silk-Road wurde im Oktober 2013 ausgehoben. Der Betreiber Ross U., der sich hinter dem Pseudonym Dread Pirate Roberts verbarg, wurde im Mai 2015 zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Zahlreiche Nachahmer-Plattformen, die nach dem gleichen Prinzip agieren, sind jedoch nach wie vor online und offenbar gut im Geschäft – auch wenn der Großteil des Drogenhandels immer noch offline stattfindet. (vbr)