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Sind Psychiater auf den Einfluss von KI vorbereitet?

Maschinelles Lernen kann bei vielen psychischen Problemen helfen. Laut einer weltweiten Umfrage halten Psychiater die Auswirkungen aber nicht für umwälzend.

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(Bild: Kelly Sikkema / Unsplash)

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Künstliche Intelligenz (KI) gilt als eine umwälzende Technologie in der Psychiatrie. Psychiater selbst schätzen die Auswirkungen auf ihre Arbeit allerdings als weniger maßgeblich ein, schreibt Technology Review online in "Sind Psychiater auf Umwälzungen durch KI vorbereitet?". Das gehe aus einer Umfrage hervor, die Murali Doraiswamy und Kollegen von der Duke University School of Medicine in Durham, North Carolina, unter 750 Psychiatern auf der ganzen Welt durchgeführt haben.

Die Mediziner stimmten zum Beispiel darin überein, dass Maschinen bestimmte fachliche Fähigkeiten niemals erlernen könnten. "Eine überwältigende Mehrheit von 83 Prozent der Befragten hielt es für unwahrscheinlich, dass die Zukunftstechnologie jemals in der Lage sein würde, eine einfühlsame Versorgung zu bieten, die besser als ein durchschnittlicher Psychiater ist", schreiben Doraiswamy und Kollegen im Open-Access-Portal ArXiv.

Drei Viertel von ihnen glaubt, dass künstliche Intelligenz eher eine wichtige Rolle bei der Verwaltung von Daten wie Krankenakten spielen wird. Etwa die Hälfte der Befragten war der Meinung, dass KI-Lösungen den menschlichen Arzt vollständig ersetzen würden, wenn es darum geht, Informationen zu Diagnosen zusammenzufügen. Dennoch war nur die Hälfte der Psychiater der Meinung, dass künstliche Intelligenz ihre Arbeit erheblich verändern würde. Doraiswamy und Kollegen haben eine mögliche Erklärung dafür: "Ärzte überbewerten möglicherweise ihre Fähigkeiten oder unterschätzen den rasanten Fortschritt bei intelligenten Technologien."

Mehr dazu in Technology Review online in:

(vsz)