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Skoda Octavia als Mild- und Plug-In-Hybrid

Der kommende Skoda Octavia wird wie der technisch baugleiche VW Golf 8 elektrisch unterstützt angeboten, mit Mildhybrid- und Plug-In-Hybrid-Antrieben.

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Der kommende Skoda Octavia wird wie der technisch baugleiche VW Golf 8 mit fünf elektrisch unterstützten Antrieben angeboten werden. Zu zwei 48-Volt-Mildhybriden, einer mit dem Ein-Liter-Dreizylinder 1.0 TSI (81 kW / 110 PS) und einer mit dem Eineinhalb-Liter-Vierzylinder 1.5 TSI (110 kW / 150 PS) kommt ein Plug-in-Hybrid mit dem 1,4-Liter-Vierzylinder 1.4 TSI (150 kW / 204 PS), der im Zyklus rein batterieelektrisch gefahren 55 Kilometer erreicht. Später wird eine kräftigere Version dieses PHEV mit 180 kW / 245 PS folgen. Der einzige Antrieb mit manuellem Schaltgetriebe wird der Ein-Liter-Mildhybrid sein, alle anderen bekommen das automatisch schaltende Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe.

Die beiden Plug-In-Hybridmodelle des Skoda Octavia haben zwei Vorteile: Weil ihre CO2-Emissionen unter 50 Gramm pro Kilometer liegen, bekommen sie ein E-Kennzeichen. Ein großer Anreiz für jeden Dienstwagenberechtigten: wer ein Firmenauto auch privat nutzen darf, bekommt damit einen Steuernachlass. Der geldwerte Vorteil braucht monatlich nur mehr mit einem halben statt wie bis vor kurzem noch mit einem Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden. Diese Vergünstigung wurde erst kürzlich verlängert.

Ein weiterer Vorteil für Käufer von Plug-in-Hybridfahrzeugen ist der von Staat und Autoherstellern ausgeschüttete "Umweltbonus" in Höhe von 3000 Euro für ein PHEV der rein elektrisch angetrieben mindestens 40 km im WLTP erreicht. Gleichzeitig bieten die Plug-in-Hybrid-Modelle niedrigere Verbräuche im Messzyklus, gemessen im Ausstoß von CO2. Angestrebt werden muss ein neuer Flottengrenzwert von 95 g/km ab 2021.

Wie die Hybridantriebe aufgebaut sind, weiß man bereits aus dem Golf 8. Das Bild zeigt den Riemen-Starter-Generator der Mildhybridmodelle. Er ist lediglich eine Erweiterung für die bereits bekannten Verbrennungsmotoren.

(Bild: Volkswagen)

Das gilt gleichermaßen für die Mildhybrid-Versionen, deren Batterie nicht extern geladen werden kann und nur als Zwischenspeicher für die Bremsenergierückgewinnung dient. Ein 48-Volt-Netz neben dem 12-Volt-Bordnetz ermöglicht aufgrund der höheren Spannung geringere Verluste und höhere Rekuperationsraten beim Bremsen. Elektrisch fahren werden die Skodas aber nicht können, daher auch die Bezeichnung "Mildhybrid".

Die Antriebe bei den Mildhybriden beruht genau wie bei den Plug-In-Hybridmodellen auf den bereits bekannten Verbrennungsmotoren. Sie werden mit einem Riemen-Startergenerator ausgerüstet, der Anlasser und Lichtmaschine in einem ist und über die Kurbelwelle mit einem Antriebsriemen in Verbindung steht.

Bei Beschleunigungsanforderungen oberhalb einer bestimmten Leistung vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten und Drehzahlen kann die Kraft des E-Motors über den Riemen direkt auf die Kurbelwelle wirken. Der durch dieses sogenannte "Boosten" entlastete Verbrennungsmotor kann damit effizienter betrieben werden, indem er seine volle Leistung vor allem in Betriebsbereichen abgibt, in denen er am wirtschaftlichsten läuft.

Der Riemen-Starter-Generator dient aber auch als Anlasser. Er startet dabei den Verbrennungsmotor mit so hoher Leistung, dass der Startvorgang kaum mehr wahrgenommen werden kann. Damit ermöglicht er so das sogenannte Segeln, also das Ausschalten und Abkoppeln des Verbrennungsmotors in bestimmten Rollphasen. Bis zu 0,4 Liter auf 100 km sollen die elektrifizierten Verbrennungsmotoren so einsparen können. (fpi)