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Sky Deutschland feiert Höchststand bei Abonnenten

Mehr Abonnenten, mehr Umsatz – Deutschlands größter Pay-TV-Sender ist gut unterwegs. Und sieht außerhalb des Fußballfelds noch viel Luft nach oben.

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Sky

(Bild: dpa, Marc Müller)

Der Pay-TV-Sender Sky Deutschland hat im Juli die Marke von fünf Millionen Abonnenten geknackt . "Heute ist ein großartiger Tag für Sky mit mehreren Bestwerten", sagte Unternehmenschef Carsten Schmidt am Donnerstag der dpa.

Im soeben abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 konnte der Marktführer im deutschen Pay-TV 365.000 Kunden dazugewinnen und seinen Umsatz um 9 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro steigern. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern legte von 5 auf 47 Millionen Euro zu. Wie hoch der Überschuss ist, teilte Sky nicht mit. Aber "unsere Strategie, stärker auf Unterhaltung und Eigenproduktionen zu setzen, geht voll auf", sagte Schmidt.

Sky hat sich die Fußball-Champions-League- und den größten Teil der Bundesliga-Rechte für die kommenden Spielzeiten gesichert, investiert aber auch kräftig in Filme und Serien. Das dürfte "für ein weiterhin dynamisches Wachstum" sorgen, sagte Schmidt. Sky werde "zeigen, dass sich das auch lohnt". Bei den neuen Abonnenten steige der Anteil der Frauen und der jüngeren Zuschauer. Die Krimiserie "Babylon Berlin" startet im Oktober. "Solche aufwändigen Eigenproduktionen helfen uns von dem falschen Vorurteil wegzukommen, dass Sky ein reiner Fußballsender sei", sagte Schmidt.

Umfragen zufolge schaut jeder vierte Deutsche Filme und Serien inzwischen auf TV-Streamingdiensten, etwa von Amazon Prime, Netflix, Maxdome oder auch Sky. Die Nachfrage übertreffe alle Erwartungen, der Verkauf von Sky Ticket habe sich vom ersten zum zweiten Halbjahr verdoppelt, sagte Schmidt. "Bei Game of Thrones wollen die Leute unbedingt live dabei sein, das ist wie die Bundesliga-Konferenz." Dagegen würden die Folgen von House of Cards zu 80 Prozent on demand abgerufen.

Die Zahlen widerlegten Zweifel an der Zukunft des Mediums Fernsehen: "Die Nutzung unserer Sender ist dieses Jahr um 13 Prozent über alle Genres hinweg gestiegen", sagte Schmidt. Die Nachfrage dürfte weiterhin rasant zunehmen.

Sky Deutschland muss für die Bundesliga von der kommenden Saison an viel mehr zahlen und auch noch 40 Spiele dem Konkurrenten Eurosport überlassen. Ob Sky-Zuschauer diese Spiele sehen werden, ist fraglich. Sky habe ein Angebot vorgelegt. "Jetzt liegt der Ball bei Eurosport", sagte Schmidt.

Das aus Leo Kirchs Sender Premiere hervorgegangene Unternehmen hat jahrzehntelang rote Zahlen geschrieben. Inzwischen gehört der Sender komplett zu Rupert Murdochs Sky-Konzern und legt von Jahr zu Jahr bessere Ergebnisse vor. Das Geschäft in Deutschland und Österreich war in den zwölf Monaten der am stärksten wachsende Bereich des britischen Konzerns. Seine Erlöse legten um acht Prozent auf 14,4 Mrd Euro zu, der Betriebsgewinn sank wegen weit höherer Kosten für die englische Premier League um drei Prozent. (Mit Material der dpa) / (mho)

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