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Skylake-Overclocking: Katz- und Mausspiel zwischen Intel und Mainboard-Herstellern

Das Übertakten per Basistakt von beliebigen Skylake-Prozessoren war nur ein kurzes Intermezzo. Mit einem Microcode-Update schiebt Intel dem wieder einen Riegel vor.

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Der CPU-Hersteller Intel zieht die Daumenschrauben beim Overclocking von Skylake-Prozessoren wieder fester an. Ein neues Microcode-Update schiebt einen Riegel vor das Übertakten per Basistakt von beliebigen LGA1151-CPUs. Die Manipulation von Basistakt und Kernmultiplikator erlaubt Intel nur bei den recht teuren Overclocking-Prozessoren Core i5-6600K und Core i7-6700K.

Basis- und PCIe-Takt sind bei Skylake-Prozessoren erstmal voneinander getrennt.

Die Hersteller Asrock, Asus, Gigabyte und MSI hatten für einige Mainboards mit Z170-Chipsatz in den letzten Wochen BIOS-Updates veröffentlicht, die die Sperre beim Basistakt umgehen. Damit ließ sich auch die Taktfrequenz von preiswerten Skylake-Prozessoren der Serien Pentium G4000, Core i3/i5/i7-6000 um 50 Prozent und mehr steigern. Das klappt, weil im Unterschied zu früheren Core-i-Generationen Basis- und PCIe-Takt voneinander unabhängig sind. Die Multiplikatorsperre hingegen ist fest in der CPU verankert.

Das Update auf die Microcode-Version 0x76 wird über kommende BIOS-Updates der Board-Hersteller ausgeliefert. Auf der Webseite von Asrock stehen bereits einige zum Download bereit. Man erkennt sie anhand der Beschreibung "Remove SKY OC function". Gegenüber PC-World bestätigte Intel das Vorgehen mit einer gestelzten Formulierung: “The latest update provided to partners includes, among other things, code that aligns with the position that we do not recommend overclocking processors that have not been designed to do so." (chh)