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Skylake-Prozessoren mit Iris-Pro-Grafik für Desktop-PCs

Intel hat seine Preisliste um drei Core-i-CPUs der sechsten Generation mit leistungfähiger Iris-Pro-GPU und Embedded DRAM erweitert. Letzterer bindet im Prozessor nun an anderer Stelle an.

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Skylake R

Ohne großes Tamtam hat Intel zwei Core i5 und einen Core i7 mit Iris-Pro-580-Grafik vorgestellt. Die integrierte Grafikeinheit ist die größte Ausbaustufe (GT4e) der Skylake-Prozessoren mit 72 Shadern und 128 MByte Embedded DRAM (eDRAM). Letzteren können die vier CPU-Kerne der Prozessoren auch als Level-4-Cache nutzen.

Im Unterschied zu den Vorgängern der Broadwell- und Haswell-Generation ist er bei Skylake nicht mehr über den L3-Cache angebunden, sondern hängt zwischen dem System Agent und dem Speicher-Controller. Damit arbeitet der eDRAM nun als Puffer für den Arbeitsspeicher, wodurch Daten von PCIe-Geräten oder dem Chipsatz nicht mehr den Umweg über den L3-Cache nehmen müssen.

Skylake-Prozessoren mit Iris-Pro-Grafik
Prozessor Taktfrequenz / Turbo Kerne L3-Cache GPU TDP Preis
Core i7-6785R 3,3 GHz / 3,9 GHz 4+HT 8 MByte Iris Pro 580 65 W 370 US-$
Core i5-6685R 3,2 GHz / 3,8 GHz 4 6 MByte Iris Pro 580 65 W 288 US-$
Core i5-6585R 2,8 GHz / 3,6 GHz 4 6 MByte Iris Pro 580 65 W 255 US-$

Die Taktfrequenzen der vier CPU-Kerne liegen beim Core i7-6785R, Core i5-6685R und Core i5-6585R etwas niedriger als bei den Skylake-Prozessoren ohne Iris-GPU, um das thermische Budget von 65 Watt nicht zu sprengen. Die Mobilvarianten der Skylake-Chips mit Iris-Grafik hatte Intel bereits im Januar vorgestellt. Den Desktop-PC-Vorgängern der fünften Core-i-Generation "Broadwell" mit Iris-Pro-Grafik war nur wenig Erfolg beschieden, denn bereits einen Monat nach der Vorstellung ließ Intel die ersten Skylake-CPUs vom Stapel.

[Update 3.5.2016 18:20] Anders als ursprünglich berichtet, passen die vorgestellten Prozessoren nicht in die Fassung LGA1151, sondern eignen sich nur zum Auflöten auf Hauptplatinen von All-in-One- und Mini-PCs.

Level-4-Cache bei Intel-Prozessoren (2 Bilder)

Bei den Broadwell-Prozessoren diente der eDRAM noch als Victim-Cache für den L3-Cache.
(Bild: Intel)

(chh)