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Skylake mit inversem Hyper-Threading?

Merkwürdige Messergebnisse mit Benchmarks der SPEC CPU2006-Suite geben Anlass zur Spekulation.

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Bei Messungen im c't-Labor zeigte insbesondere eine Applikation der SPEC-CPU2006-Suite, die aus dem Bereich Computational Fluid Dynamics stammt (470.lbm) ein sehr auffälliges Verhalten. Im Betrieb mit nur einem Thread (Single Thread, ohne Autoparallelisierung) lief sie auf dem Skylake-Prozessor Core i7-6700K um Faktor 2,4 schneller als auf dem Haswell-Vorgänger Core i7-4790K. Dieser Vorsprung brach aber bei gleichzeitigem Betrieb von mehreren Kernen schnell in sich zusammen, lag bei vier physischen Kernen in normalen Größenordnungen von vielleicht 20 Prozent. Daraus könnte man den Schluss ziehen, dass in bestimmten Fällen ein zweiter Kern mit seinen Funktionseinheiten,Caches oder TLBs dem ersten Kern zur Seite steht. So eine Technik hatte jedenfalls das Startup Soft Machines auf der Linley Processor Conferenz vor knapp einem Jahr vorgestellt.

Ein Riesenvorsprung bei Single Thread, aber nur ein kleiner bei vier Threads

Das scheint aber nur bei reinem Single-Thread-Betrieb und in bestimmten Lastsituationen zu funktionieren. Auf zwei (physischen) Kernen läuft der Benchmark kaum schneller als auf einem. Das normale Hyper-Threading hilft bei diesem Benchmark übrigens nicht so viel, führt bei beiden Prozessoren zu einer Verlangsamung. Intel wird die Skylake-Architektur erst am Dienstag nächster Woche auf dem IDF in San Francisco vorstellen. (as)