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Sledgehammer mit Intel SSE2 und 3Dnow!

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Auf einer internationalen Telefonkonferenz haben die für AMDs 64-Bit-Prozessor Sledgehammer verantwortlichen Projektleiter Fred Weber und Bob Mittan unsere Vermutung bestätigt, dass AMD die ursprünglich geplante Eigenentwicklung einer neuen FPU (Technical Floating Point Unit, TFP) zugunsten einer zu Intels SSE2 kompatiblen Einheit gekippt haben. Die kombinierte FPU/Multimedia-Erweiterung SSE2 des Pentium 4 wurde von Intel erst im Frühjahr 2000 offen gelegt, als AMD schon das TFP-Konzept entwickelt hatte. Sie muss offenbar auf AMD weitaus überzeugender gewirkt haben als die Eigenentwicklung, zumal sich AMD damit auf eine fertige Infrastruktur (u.a. 32-Bit-Compiler) abstützen kann. Nach dem mäßig gelungenen Alleingang mit 3Dnow! ist Kompatibilität zumindest im 32-Bit-Bereich wieder das Haupt-Credo des Intel-Konkurrenten. Allerdings hat AMD für den eh zu Itanium völlig inkompatiblen 64-Bit-Bereich das SSE2-Konzept noch etwas aufgebohrt und die Zahl der XMM-Register verdoppelt.

Sledgehammer wird zwar noch die AMD-eigene Multimedia-Einheit 3Dnow! unterstützen, wie man es beispielsweise der filigranen Auflistung von Sledgehammer-Details auf Christian Ludloffs Website entnehmen kann. Auf die lange Sicht kann man jedoch davon ausgehen, dass SSE2 sowohl 3Dnow! als auch MMX vollständig ersetzen wird. Bis dahin können sich geschickte Programmierer austoben und die diversen Multimedia-Einheiten teilweise parallel arbeiten lassen. (as)

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