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Smart Home im Eigenbau: Smarte Helfer selbst gebaut

Kommerzielle IoT- und Smart-Home-Gadgets laufen meist nicht ohne Hersteller-Clouds. Fallen Internet oder Cloud aus, verweigern die Geräte meist ihren Dienst. Bei selbstgebauten Geräten passiert das nicht und obendrein hat man alle seine Daten im Griff.

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Wer seinen Alltag mit Internet-of-Things- und Smart-Home-Helferlein aufwerten will, hat die Qual der Wahl: Unzählige Hersteller werben um die Gunst des Kunden. Hat man sich für ein Produkt entschieden, ist man auf Gedeih und Verderb dessen Hersteller ausgeliefert. Ohne dessen Cloud-Dienst geht oft nichts und die Produkte von Firma A wollen meist auch nicht mit denen von Firma B sprechen. Am Ende steht man mit zwei Händen voll Cloud-Diensten da, die man mit noch mehr externen Diensten verknüpfen kann – oder muss. Die Abhilfe für diese Probleme heißt: Selber bauen. c't 2/2018 stellt sechs frische Projekte vor, die zeigen, wie man eigene IoT-Geräte entwickelt.

Die Grundlage der c't-Projekte bildet der Microcontroller Espressif ESP32. Der Nachfolger des populären ESP8266 ist günstigen und leistungsfähig. Dank Dual-Core-CPU, WLAN und Bluetooth lassen sich sehr schnell eigene ausgefeilte IoT-Lösungen bauen.

Von der WLAN-Gardine über ein flexibles Stimmungslicht bis hin zur smarten Waage zeigt c't konkret und exemplarisch, wie man misst, schaltet, regelt und steuert. Da alle Geräte auf die IoT-"Lingua Franca" MQTT setzen, kann man sie problemlos an bestehende Smart-Home-Steuerungen wie OpenHAB, FHEM oder HomeAssistant anbinden. Programmiert werden die IoT-Geräte mit Hilfe der Arduino-IDE. Wer also bereits Erfahrungen mit Arduinos hat, wird sich wohlfühlen.

Um die häufigsten Grundprobleme beim Einrichten und Anbinden von IoT-Geräten zu lösen, haben die c't-Redakteure eine eigene Software-Bibliothek namens Basecamp geschrieben. Basecamp übernimmt die Ersteinrichtung, WLAN- und MQTT-Verbindung und Konfigurationsverwaltung. Die Bibliothek ist Open Source und steht auf GitHub bereit. Über Verbesserungsvorschläge und Mitarbeit an Basecamp freuen sich die Redakteure sehr. (mls)