Menü

"Smart Parking" – Feldversuch zum intelligenten Parken im Saarland

Der zehnte nationale IT-Gipfel kommende Woche in Saarbrücken wirft seine Schatten voraus: Unter dem Schlagwort "Smart Mobility" wurden bereits jetzt neue Entwicklungen vorgestellt.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 40 Beiträge
Automatisiertes Parken

(Bild: dpa, Franziska Kraufmann)

Parkplatzsuche ist nervig, verstopft die Innenstädte und erhöht den CO2-Ausstoß. Wie intelligentes und bequemes Parken funktionieren kann, demonstrierten IT-Experten am Freitag im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken: In Zusammenarbeit mit T-Systems und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes entwickelten die Forscher eine App, mit der ein Parkplatz über das Handy gesucht, reserviert und bezahlt werden kann. Auch Schranken lassen sich über das Smartphone öffnen.

In einem ersten Feldversuch mit rund 25 Plätzen soll dieses "Smart Parking" im Frühjahr 2017 in Merzig starten. "Wir wollen jetzt mit der Digitalisierung in die Fläche gehen und diesen Parkservice dann deutschlandweit anbieten", kündigte Anette Bronder, Geschäftsführerin von Digital Division bei T-Systems, an.

Wie wichtig die Vernetzung von Mobilität im Saarland ist, zeigt eine Studie, die Wirtschaftsinformatiker August-Wilhelm Scheer an Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) übergab. "Sie belegt eindeutig, dass sich "Smart Mobility" zu einem wichtigen Standortfaktor für das Saarland entwickeln wird", sagte er. "Wir wollen den Anspruch erheben, Modellregion für digital vernetzte Mobilität zu sein. Das ist nicht nur für die Bevölkerung attraktiv, weil wir bessere Services bieten, sondern auch für Unternehmen, mit neuen Mobilitätskonzepten ins Saarland zu kommen."

Auch Rehlinger sieht darin eine Chance, das Profil der Saar-Wirtschaft weiter zu schärfen. Das Projekt "Smart Parking" beweise, dass man nicht nur Visionen habe, sondern auch in der Lage sei, diese Realität werden zu lassen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. "Es erhöht unsere Chancen, auch in der Zukunft ein Automobilland zu bleiben", sagte sie. "Möglicherweise in seiner konkreten Ausgestaltung und im Ansehen ein etwas anderes als heute, aber eines, das es noch mit Fug und Recht von sich behaupten kann."

Anlass für diese Präsentation war der zehnte Nationale IT-Gipfel vom 16. bis 17. November in Saarbrücken. Daran werden rund 1000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft teilnehmen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). (dpa) / (mho)

Anzeige
Anzeige