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Smarte Fruchtbarkeitstests am Mobilgerät

Intin zeigt einen Spermien- und einen Ovulationstest, die man mit App-Unterstützung selbst durchführen kann.

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Smarte Fruchtbarkeitstests am Mobilgerät

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Intin will Paaren mit Kinderwunsch mit zwei smarten Tests helfen, die sie einfach mit dem eigenen Smartphone ausführen können. So präsentiert das koreanische Unternehmen sowohl einen Ovulationstest ("O'View-W") mit dem sich der Zeitpunkt des Eisprungs bestimmen lassen soll, als auch einen Spermientest ("O'View-M) zur Bestimmung der Anzahl und der Mobilität der Spermien im Ejakulat.

Laut Entwickler Intin biete der Ovulationstest, bei dem der Speichel untersucht wird, eine Genauigkeit von 98 Prozent und lässt sich 24 Stunden früher als ein Urintest durchführen.

Die Tests laufen in beiden Fällen recht ähnlich ab, auch wenn unterschiedliche Hardware zum Einsatz kommt. So wird jeweils die Flüssigkeit auf einen Träger aufgebracht und dieser eine spezielle Halterung mit Linsensystem vor die Kamera des Smartphones gesteckt. Eine zugehörige App greift dann auf das Kamerabild zu und analysiert die Flüssigkeiten.

O'View begutachtet über diese Lupe, die aan das Smartphone geklemmt wird, das Kristallmuster des getrockneten Speichels auf dem Träger.

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Anschließend erhält der Nutzer beziehungsweise die Nutzerin direkt auf dem Handy die Auswertung angezeigt. Beim Spermientest weist Intin explizit auf die Möglichkeit hin, das Ergebnis zu teilen – was sich aber wohl auf ein Weitergeben der Daten an die Partnerin bezieht und kein Sharing über soziale Medien.

Das Modell für den Spermatest ist etwas kleiner und simpler gehalten.

(Bild: heise online / Nico Jurran)

O'View-W und M sind auf dem koreanischen Markt bereits verfügbar, die Einführung auf dem US-Markt steht laut Hersteller bevor. Der Ovulationstest soll dann 70 US-Dollar kosten, 30 Träger für 25 Dollar angeboten werden. Beim Spermatest ist Mann bereits mit 30 Dollar dabei. Laut Intin ließe sich der Träger dort an sich auswaschen und wiederverwenden. Erfahrungsgemäß würden die meisten Kunden aber auf diese Möglichkeit verzichten; Intin will daher auch dort die Träger in einer Großpackung für einen noch nicht genannten Preis anbieten. (nij)