Menü
CES

Smarte Gadgets sollen Stürze verhindern

Zwei Firmen präsentieren auf der CES unterschiedliche Ansätze, mit denen verhindert werden soll, dass Menschen (vor allem im höheren Alter) stürzen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 32 Beiträge

(Bild: Nico Jurran)

Von

Der Sturz im Alter ist in der Geriatrie ein größeres medizinisches Problem, als mancher vermuten mag: Ungefähr ein Drittel der Menschen über 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr. Die Ursachen sind mannigfaltig und reichen von Muskelschwäche der Beine über Störungen der Gleichgewichtsorgane bis hin zu Blutdruckschwankungen und Herzrhythmusstörungen.

Zwei Unternehmen präsentieren auf der CES unterschiedliche Ansätze, wie sich Stürze verhindern lassen – durch eine Einschätzung des Risikos und Warnungen, wenn es Anzeichen für eine erhöhte Sturzgefahr gibt.

Einen allgemeineren Ansatz verfolgt dabei das Unternehmen Zibrio, das in Las Vegas eine Waage zeigt, die neben dem Gewicht auch die Balance des Nutzers erfasst. Zusammen mit persönlichen Daten des Nutzers soll dies laut des Herstellers für eine Vorhersage reichen, wie sich dessen Sturzrisiko bei gleichbleibendem Lebensstil über die kommenden Jahre verändern wird.

Die App zur Waage von Zibrio gibt konkrete Tipps, wie sich das Gleichgewicht verbessern lässt.

(Bild: Nico Jurran)

Ist man mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bekommt man von der zugehörigen Zibrio-App konkrete Vorschläge, was man verändern sollte. Dies kann etwa ein spezielles Balance-Training, aber auch die Umstellung der Ernährung sein. Die "SmartScale" genannte Waage soll im April für rund 250 Dollar in den USA erscheinen.

Etwas ungewöhnlicher ist die Technik der koreanischen Firma Welt. Der Samsung-Ableger zeigt den "Smart Belt Pro". Hierbei handelt es sich um einen Gürtel, in dem unter anderem Beschleunigungssensoren integriert sind, die beim Gehen fortlaufend den Gang des Trägers erfassen und analysieren.

Nach kurzer Zeit soll der smarte Gürtel dabei Abweichungen von den üblichen Bewegungsmustern so gut erkennen, dass er rechtzeitig vor einem Sturz den Nutzer über dessen Smartphone samt App warnen kann. Die getrackten Daten sollen zudem Ärzten bei der Diagnose von Defiziten des Bewegungsapparates helfen.

Preisgünstig ist der voraussichtlich ebenfalls ab April erhältliche Gürtel, der tatsächlich nicht nur in der Schnalle Sensoren integriert hat, mit einem Listenpreis von 358 US-Dollar allerdings nicht. (nij)